Finanzierung der Klimt-Bilder: Million Dollar
Homepage des Pixel-Millionärs als Vorbild

Website will mit Bildpunkt-Verkauf Spenden sammeln "klimtpixel.at" soll den Ankauf der Bilder ermöglichen<br>PLUS: Leitl möchte ein Gemälde nach Linz holen

Finanzierung der Klimt-Bilder: Million Dollar
Homepage des Pixel-Millionärs als Vorbild

Die Sponsorensuche für den Ankauf eines oder mehrerer der fünf Klimt-Bilder, die nach einem Schiedsspruch aus der Österreichischen Galerie Belvedere an Bloch-Bauer-Erbin Maria Altmann restituiert werden, ist um eine ungewöhnliche Facette reicher: Eine skurril anmutende Idee für eine Webpage, mit der es der britische Student Alex Tew jedoch schaffte, eine Million Dollar einzunehmen, könnte für den Ankauf zumindest eines jener fünf Klimt-Bilder adaptiert werden. Dies erläuterte der Initiator von "www.klimtpixel.at", der Wiener Philipp Guttman.

Nach dem Modell der "Million Dollar Homepage", bei der Tew für jedes Pixel (also einen Bildpunkt der Webpage) einen Dollar verlangte und so über den Verkauf einer Million dieser Bildpunkte an Werbekunden ebenso viele Dollar einnahm, sollen auf " www.klimtpixel.at " Spendenwillige je nach ihren finanziellen Möglichkeiten kleine oder große Flächen erwerben können. Durch die Einnahmen, die auf ein Spendenkonto fließen und steuerlich absetzbar sein sollen, soll dann eines der Klimt-Bilder angekauft, in den "Besitz des Volkes Österreich" übergeführt und in einem österreichischen Museum ausgestellt werden, so Guttman.

Million Dollar Homepage als Vorbild
Bei der Webpage, die derzeit eine Projektbeschreibung, aber noch keine Spendenmöglichkeit enthält, müssten jedenfalls mehr Pixel als auf der "Million Dollar Homepage" (" www.milliondollarhomepage.com ") oder diese zu einem höheren Preis verkauft werden. Denn allein das besonders begehrte Porträt "Adele Bloch-Bauer I" wird auf 70 bis 120 Mio. Euro geschätzt. Details zu den Pixelpreisen nannte Guttman nicht.

Pixelidee für einen guten Zweck
Guttman (Jahrgang 1979) will die Pixel-Idee "für einen guten Zweck anwenden" sowie den Österreichern "von Großindustriellen bis Privatpersonen" die Möglichkeit geben, den Bloch-Bauer-Erben "zu zeigen, wie wichtig uns Österreichern der Verbleib in Österreich ist".

(APA/red)