Fast verheiratet von

Segel und Blunt als Langzeitverlobte

Kongeniales Paar amüsiert - trotz Längen - in Komödie von Judd Apatow

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Eine fünf Jahre lange Verlobung, ein Umzug und viele andere Hürden, die den Gang vor den Altar verhindern: Wer die sympathischen Komödien von US-Erfolgsproduzent Judd Apatow mag, der wird mit "Fast verheiratet" auf jeden Fall auch seine Freude haben - auch wenn die jüngste Produktion, die am Freitag im Kino anläuft, an den fantastischen "Brautalarm" nicht herankommt. Jason Segel, hierzulande nicht zuletzt für seine Rollen in der US-Erfolgssoap "How I Met Your Mother" oder "Nie wieder Sex mit der Ex" bekannt, hat gemeinsam mit Regisseur Nicholas Stoller auch das Drehbuch geschrieben und diesmal Emily Blunt als kongeniale Partnerin an seiner Seite.

Die beiden Hauptdarsteller kennen sich bereits von "Gullivers Reisen" und "Die Muppets" und harmonieren vor der Kamera wunderbar. Aber auch die Chemie zwischen den beiden "Langzeitverliebten" kann nicht über so manche Schwäche in der Vorlage hinwegtäuschen. Wenn Violet und Tom sich als Prinzessin Diana und Super-Bunny auf einer Kostümparty kennenlernen und bald darauf der Antrag folgt, ist auch für den Zuseher noch alles eitel Wonne. Doch mit dem Umzug vom warmen San Francisco ins nördlich-kalte Michigan, wo Violet an der Uni zu arbeiten beginnt, werden zusehends Stereotype ausgekostet und abstruse Stolpersteine eingebaut.

Wann ist denn nun der richtige Zeitpunkt für die Hochzeit?
Am stärksten ist "The Five-Year-Engagement", wie der Film im Original von der fünfjährigen Verlobungszeit ausgeht, daher, wenn er bei seinen beiden Protagonisten bleibt und deren Entwicklung von der großen Romantik bis zur Heiratsangst mit einem gewissen ernsthaften Humor durchspielt. Die große Liebe, das Aufgeben eigener Träume, das Kennenlernen anderer, der Druck durch Freunde und Familie. Wann ist denn nun der richtige Zeitpunkt für die Hochzeit? Wenn sogar Toms prolliger Freund Alex und Violets Schwester Suzie die babybedingt improvisierte Blitzhochzeit zu einem unkomplizierten Fest der Romantik werden lassen...

Fröhliche Slapstickeinlagen und zündende Dialoge
"Fast verheiratet" sprüht vor Ideen, doch der Wechsel zwischen profanem Klamauk und romantischer Komik gerät den Machern diesmal nicht ganz so leicht von der Hand. Eine halbe Stunde weniger hätte dem über zweistündigen Film wohl nicht geschadet, auch wenn der lange Weg bis zum Happy End damit auch für das Publikum quasi live nachvollziehbar wird. Dem Hauptdarstellerpaar gönnt man das fröhliche Ende jedenfalls von Herzen, und Fans dürfen sich auf einige großartige Slapstickeinlagen ebenso freuen wie auf so manchen zündenden Dialog. Zum Glück haben sich mit Segel und Blunt zwei Vollblutkomödianten vor der Kamera gefunden.