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US-Regierung: IS dürfte im Kampf um Mossul Chemiewaffen einsetzen

Rückstände von Senfgas auf IS-Geschoß gefunden

Die USA rechnen mit einem Einsatz von Chemiewaffen durch die Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) im Kampf um die nordirakische Stadt Mossul. Anfang Oktober sei Senfgas auf einem von IS-Kämpfern abgefeuerten Geschoß gefunden worden, berichtete ein US-Regierungsvertreter. Man gehe davon aus, dass die Jihadisten "primitive" Chemiewaffen einsetzen werden.

Allerdings dürfte es dem IS noch nicht gelungen sein, chemische Waffen mit tödlicher Wirkung zu entwickeln, sagte ein weiterer Regierungsvertreter. Senfgas kann zu Schädigungen an Haut und Lunge führen, ist in geringen Dosen aber nicht tödlich.

Auch Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz oder die Internationale Organisation für Migration (IOM) stellen sich auf den Einsatz von Chemiewaffen ein. So kündigte der IOM-Chef im Irak, Thomas Weiss, die Beschaffung von Gasmasken an. Das Rote Kreuz bereitet sich darauf vor, Opfer von Chemiewaffen zu behandeln.

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