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UNIQA verkauft Italien-Tochter um 295 Mio. Euro

Negativer Effekt für Konzernergebnis von rund 100 Mio. Euro

Der börsennotierte Versicherungskonzern UNIQA trennt sich von seinen Italien-Töchtern: Die Mehrheitsbeteiligung von 99,7 Prozent an der UNIQA Assicurazioni SpA werde an den italienischen Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit Societa Reale Mutua di Assicurazioni verkauft, teilte die UNIQA am Freitag mit. Der Kaufpreis betrage 295 Mio. Euro vor Transaktionskosten.

Ein Kaufvertrag soll kurzfristig unterzeichnet werden. Der rechtliche Vollzug wird nach Vorliegen aller erforderlichen behördlichen Genehmigungen im ersten Halbjahr 2017 erwartet. Der Verkauf umfasst auch die beiden in Italien tätigen Gesellschaften Previdenza SpA und UNIQA Life SpA.
Die Transaktion sei Teil der im Jahr 2011 gestarteten Strategie UNIQA 2.0, die eine Konzentration auf die Kernmärkte Österreich und Zentral- und Osteuropa vorsieht, wird betont.
Verbunden mit der Wertminderung der Firmenwerte der italienischen Gesellschaften - diese lagen per Ende September bei 115 Mio. Euro - werde sich aus dem Verkauf ein negativer Effekt auf das Konzernergebnis 2016 von ungefähr 100 Millionen Euro ergeben. Eine positiven Effekt von rund 20 Prozentpunkten gebe es für ökonomische Kapitalquote (ECR-Quote).
Für das Gesamtjahr 2015 erwartet die UNIQA durch die Reduktion des Vorsteuerergebnisses um den Italien-Beitrag weiterhin "ein, im Vergleich zum sehr guten Ergebnis 2015, um bis zu 50 Prozent reduziertes Ergebnis vor Steuern". An der Absicht kontinuierlich steigender Dividenden pro Aktie werde unverändert festgehalten, heißt es.

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