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Ukraine testet Militärraketen nahe der Krim

Warnungen aus Russland

Trotz massiver Warnungen aus Russland hat die Ukraine mit einem Militärmanöver unweit der von Moskau annektierten Halbinsel Krim begonnen. "Alles läuft nach Plan", sagte Wladimir Kryschanowski vom ukrainischen Luftkommando Süd am Donnerstag dem TV-Sender 112 Ukraina. Es handle sich um einen Test mit lenkbaren Flugabwehrraketen mittlerer Reichweite vom Typ S-300, sagte er.

Russland hatte mit einem möglichen Abschuss ukrainischer Raketen gedroht, sollten diese die Krim bedrohen. Die Warnung sei der Führung in Kiew in einer diplomatischen Note übermittelt worden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Das russische Außenministerium hatte die geplante Übung in den vergangenen Tagen als Provokation kritisiert.
Armeesprecher Kryschanowski sagte unmittelbar nach Beginn des Manövers im Raum Cherson, die ukrainische Armee sei auf alle Entwicklungen vorbereitet. Russischen Medien zufolge hatte Moskau mehrere Schiffe der auf der Krim stationierten Schwarzmeerflotte sowie das Abwehrsystem der Halbinsel in Bereitschaft versetzt.
Die russische Luftfahrtbehörde hatte gewarnt, dass das Manöver den zivilen Flugverkehr in der Region gefährden könnte. Russland hatte sich die Krim 2014 einverleibt. Der Westen verhängte daraufhin Strafmaßnahmen gegen Moskau. Der Kreml reagierte mit Gegensanktionen.

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