Sie Facebook-Aktie. Der Konzern hat bislang mit seinem Börsengang weder sich selbst noch den Investoren viel Freude bereitet. Für Zuckerberg wird das Börsendesaster jedoch immer mehr zum Klotz am Bein. Denn das Kursmassaker bringt auch viele andere negative Folgen mit sich.
Wie der "Business Insider" berichtet, drohen Facebook nun zahlreiche negative Konsequenzen aus dem Börsen-GAU. In den USA ist es üblich, verdiente Mitarbeiter, insbesondere solche in Führungsfunktionen, durch die Ausgabe von Aktienpaketen an ein Unternehmen zu binden. Für diese Aktienpakete muss das Unternehmen jedoch Steuern zahlen. Im Falle von Facebook immerhin 3 Milliarden Dollar. Vorgestellt hätte man sich vermutlich, diese Steuern einfach durch die Neuausgabe von Aktien zu finanzieren. Aber wer soll die jetzt noch kaufen?
Auch die Mitarbeiter selbst werden mit ihren Aktienpaketen wenig Freude haben. Einen wirklichen Grund beim Konzern zu bleiben stellen sie jedenfalls nicht mehr dar. Für die Konkurrenz wird es so immer leichter, die besten Köpfe von Facebook abzuwerben.
Gefahr: Teufelskreis
Facebook droht dadurch ein richtiger Teufelskreis. Je weiter der Kurs fällt, desto mehr Investoren werden sich gezwungen sehen, Aktien auf den Markt zu werfen. Das wiederum lässt die Kurse purzeln. Weitere Investoren werden sich somit von ihren Aktienpaketen trennen und so weiter und so fort. Ein Teufelskreis eben.
Es kommt also einiges an Problemen auf Mark Zuckerberg in den nächsten Monaten zu. Dass sein eigenes Vermögen durch den gesunkenen Börsenkurs kleiner geworden ist, dürfte da noch die geringste Schwierigkeit darstellen.
Kommentare
Zuckerberg und Facebook... Endlich sieht die Finanzwelt was für ein aufgeblasener Pseudounternehmer Mark Zuckerberg ist.
Wenn man seinen Reichtum beim Börsegang dadurch erzielt, indem eine Schweizer Großbank (UBS) und andere Banken, ein Unternehmen an die Börse bringen, das nie in der Lage sein wird Gewinne zu erzielen, weil die User sich mehr und mehr abschotten und gleichzeitig nichtmal die Mindeststandards in Sachen Datenschutz eingehalten werden, wird der angeblich so teuren Community bald dämmern, dass man auch normal kommunizieren kann, wie via Mobiltelefon oder Email oder Chatprogrammen. Die meisten Facebook-Freunde sind sowieso nichts anders als flüchtige Klickbekanntschaften.
Wahrscheinlich wird Facebook vom im Internet mäßig erfolgreichen Microsoft gekauft, wenn die Kurse ganz tief stehen.