Europas Kulturerbe soll genormt werden:
Einheitliche Regelung des Kulturguts geplant

Gründung des technischen Komitees "CEN/TC 346" Touristen und Verwalter als Profiteure dieser Normen

Europas Kulturerbe soll genormt werden:
Einheitliche Regelung des Kulturguts geplant

Das gemeinsame Erbe ist nicht nur unter kulturellen, sondern auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ein wichtiges Gut für Europa. Deshalb unterstützt die Union Maßnahmen im Bereich der beruflichen Bildung, der regionalen Entwicklung und der Nutzung digitaler Kulturinhalte. Als gemeinsames Gut ist das Kulturerbe auf nationaler und europäischer Ebene geschützt.

Die vielschichtige und ehrgeizige Initiative der Normung für Kulturgüter erfordert internationale Verständigung und Kooperation. Um die Methoden und Verfahren zur Erhaltung der Kulturschätze Europas sowie die verwendete Terminologie einheitlich zu regeln, wurde auf europäischer Ebene das Technische Komitee CEN/TC 346 "Conservation of cultural property" gegründet. Die Arbeiten des CEN/TC 346 stehen noch am Anfang, jedoch gibt es reges Interesse, wie sich bei den ersten europäischen Sitzungen zeigte. Aufgrund des umfangreichen Aufgabengebiets des CEN/TC 346 ist auch ein breit gestreuter Personenkreis eingeladen, sich aktiv mit seinen Anliegen einzubringen.

Themenschwerpunkte bei der Normung
So vielfältig wie das europäische Kulturerbe sind auch die Aufgaben, die auf das CEN/TC 346 und seine Mitarbeiter warten. Schwerpunktthemen sind dabei ua. Normung von Terminologie (also von Begriffen und Definitionen) im Zusammenhang mit der Erhaltung von Kulturgut; Prüf- und Analyse-Methoden zur Beschreibung bzw. Charakterisierung des Materials von beweglichem und unbeweglichem Kulturgut sowie von Produkten und Technologien, die für die Planung und Durchführung der Konservierung, Restaurierung, Ausbesserung, Instandhaltung sowie für vorbeugende Maßnahmen angewendet werden, aber auch Materialzusammensetzung sowie Transport und Verpackung.

Normieren für einen guten Zweck
Profitieren werden von den künftigen Richtlinien vor allem Verwalter von Museen, Galerien, Archiven, Bibliotheken, Kirchen, historischen Gebäuden. Gleichermaßen sollen die Normen auch für den Schutz der Besucher sorgen, die historische, möglicherweise baufällige Bauwerke besichtigen. (pts/red)