Vizemeister Rapid Wien steigt gegen den Sieger aus Vojvodina Novi Sad (SRB) gegen Suduva Marijampole (LIT) in den Europacup ein. Das Hinspiel der beiden endete in Serbien mit 1:1. Die Admira müsste im Fall des Aufstiegs gegen Sparta Prag ran, Ried bekäme es entweder mit Legia Warschau oder Liepajas Metalurgs zu tun.
Sollte es gegen Suduva gehen, würde Rapid auf einen alten Bekannten treffen. Mit den Litauern bekamen es die Grün-Weißen bereits vor zwei Jahren ebenfalls in der zweiten Qualifikationsrunde der Europa League zu tun und setzten sich mit 2:0 (auswärts) und 4:2 (daheim) durch. Red Bull Salzburg kam 2008 im UEFA-Cup ebenfalls gegen Suduva weiter, auf ein 4:1 in Marijampole folgte allerdings eine 0:1-Heimniederlage.
Suduva liegt in der im Moment pausierenden litauischen Ganzjahres-Meisterschaft nach 19 Runden auf dem vierten Platz, zehn Punkte hinter Spitzenreiter Ekranas Panevezys und vier Zähler hinter dem zweitplatzierten Admira-Gegner Schalgiris Vilnius. Die Europacup-Qualifikation gelang dem Club dank Rang drei in der abgelaufenen Meisterschaft, als bisher größte Erfolge stehen die Cupsiege 2006 und 2009 zu Buche. Im aktuellen Kader scheinen mit dem Ukrainer Sergij Loginow, dem Schotten Craig Thomson und dem Brasilianer Rafael Ledesma drei Legionäre auf.
Prominenz bei den Serben
Prominentester Spieler von Vojvodina Novi Sad ist der 31-jährige Nigerianer Stephen Appiah, der in seiner Karriere bereits für Clubs wie Juventus Turin, Udinese, Parma oder Fenerbahce spielte. Außerdem gehört der frühere LASK-Spieler Petar Skuletic dem Kader des zweifachen jugoslawischen Meisters an, der die vergangene Liga-Saison in Serbien an der dritten Stelle beendete. Die neue Meisterschaftssaison beginnt für Novi Sad erst am 11. August.
Trainer Peter Schöttel war mit dem Los nicht unzufrieden. "Ich kenne beide Mannschaften nicht gut, bin aber überzeugt, dass wir gegen beide eine gute Chance haben, weiterzukommen." Innenverteidiger Mario Sonnleitner, der gegen Suduva bereits im Hinspiel vor zwei Jahren über 90 Minuten im Einsatz war, hofft auf die Litauer als Gegner. "Ich glaube, Suduva würde uns liegen, wie unsere zwei Siege 2010 beweisen. Wir wollen heuer auch international erfolgreich sein und daher unbedingt weiterkommen."
Die bisherigen Duelle Rapids mit Novi Sad liegen deutlich weiter zurück. 1957 im Mitropacup-Semifinale gab es im Wiener Praterstadion ein 3:0 für Grün-Weiß, im Rückspiel setzte es eine 1:4-Niederlage. Zum dadurch notwendig gewordenen Entscheidungsspiel trat Rapid nicht an.
