Europa ächzt unter der Last des Schnees:
London sperrt 2 Flughäfen und Autobahnen

Weiße Pracht legt den Autoverkehr in Paris lahm Mailand, Turin & Parma unter dicker Schneedecke

Europa ächzt unter der Last des Schnees:
London sperrt 2 Flughäfen und Autobahnen © Bild: Reuters/Parsons

Heftige Schneefälle haben am Sonntagabend in Teilen von England und Wales ein Verkehrschaos angerichtet. In London mussten zwei Flughäfen vorübergehend schließen. Flüge nach Gatwick und zum City Airport wurden umgeleitet oder gestrichen, weil die Landebahnen erst geräumt werden mussten, teilten Sprecher der Flughäfen mit. Auch in Norditalien, Frankreich und Belgien herrscht ein Schneechaos.

Zugverbindungen in die britische Hauptstadt und im Süden des Landes waren unterbrochen, Autobahnen mussten teils gesperrt werden. Meteorologen sagten auch für Montag heftige Schneefälle und Probleme im Straßenverkehr voraus. In einigen Gegenden werden bis zu 20 Zentimeter Neuschnee erwartet. Auch in London soll es weiter schneien, was relativ ungewöhnlich ist. Dieser Winter war in Großbritannien bisher der kälteste seit 13 Jahren.

Schwere Schneefälle sorgen derzeit auch in Italien und Frankreich für ein ziemliches Verkehrschaos. Mailand etwa erwachte am Montag unter einer Schneedecke, die erhebliche Probleme im städtischen Verkehr verursachte. Schneefälle wurden auch in Turin und Parma gemeldet. Laut Behördenangaben waren insgesamt 800 Autobahnkilometer eingeschneit.

Wegen heftigem Wind musste der Genueser Hafen gesperrt werden. In der lombardischen Stadt Lecco wurde ein Obdachloser tot aufgefunden. Zum Teil riesige Schneemengen wurden aus den Abruzzen sowie aus Umbrien gemeldet. Schwere Niederschläge haben am Sonntag in Süditalien zwei Menschenleben gefordert.

Paris lahmgelegt
In Frankreich war vor allem in Paris von der weißen Pracht lahmgelegt. Etliche Fluggesellschaften mussten ihre Maschinen auf dem Boden lassen. Allein auf dem Pariser Airport Charles de Gaule sollen am Vormittag bis zu 30 Prozent der Starts ausfallen. Der französische Wetterdienst Meteo France gab für mehr als 30 Departements Eis- und Glätte-Warnungen heraus.

In Belgien sorgten die Schneefälle für Rekord-Staus. Im morgendlichen Berufsverkehr kam der Verkehr zeitweise auf einer Länge von insgesamt 408 Kilometern zum Erliegen.
(apa/red)

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