Eurokrise von

Lettland zweifelt an Euro

Land glaubt nicht an geplante Einführung der Währung im Jahr 2014

Lettlands Premier Valdis Dombrovskis © Bild: APA/EPA/STR

Regierungschef Valdis Dombrovskis hat die für 2014 geplante Einführung des Euro in Lettland in die Waagschale geworfen. Nachdem Anfang September eine Umfrage ergab, dass rund 60 Prozent der Letten gegen eine Einführung des Euro sind, forderte Dombrovskis nun die Wirtschaftstreibenden des baltischen EU-Mitgliedslandes dazu auf, ihre Sichtweise zu der Gemeinschaftswährung zu formulieren.

Auch Finanzminister Andris Vilks sprach beim 18. Treffen des Baltischen Finanzforum am Freitag in Riga über die Möglichkeit, die Euro-Pläne des Landes einzufrieren. Er gab allerdings zu bedenken, dass das wirtschaftliche Wohl und Wehe Lettlands eng mit dem Schicksal des Euro verknüpft sei: "Wir können nicht Albanien Nummer zwei sein, indem wir außerhalb der Entscheidungsprozesse bleiben und so tun, als ob sie uns nicht beträfen", zitierte die Nachrichtenagentur LETA den Minister.

Die Regierung in Riga muss Anfang des kommenden Jahres in Brüssel die erforderlichen Schritte setzen, wenn Lettland an seinem bisherigen Euro-Fahrplan, den Beitritt zur Eurozone per 1. Jänner 2014, festhalten will.

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