EURO 2012 Sprüche von

"Bunga Bunga statt Saufgelage"

Polens Teamchef Franciszek Smuda weiß, was er will. Die besten Zitate der EM.

EURO 2012 Sprüche - "Bunga Bunga statt Saufgelage" © Bild: Reuters/Sezer

Wenn Russlands Dick Advocaat die Grundregeln des Sports erklärt, Samir Nasri über seine Erziehung spricht oder Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker lieber woanders wäre - dann sind das die besten und lustigsten Sprüche der EURO 2012.

"Ich habe viel Wodka getrunken." UEFA-Präsident Michel Platini in Kiew auf die Frage eines Journalisten, was er in den vergangenen Wochen so getan habe, außer Fußball-EM-Spiele im Stadion zu schauen.

"Als wir gesehen haben, dass bei Spanien kein wirklicher Stürmer spielt, haben wir gelacht. Anfänglich war ich aber ein wenig beunruhigt, weil ein Angreifer gibt dir etwas zum Bewachen." Italiens Daniele de Rossi über das eigentümliche spanische System.

"Vielleicht ist es ein wenig relaxter dieses Mal. Das Wichtigste ist aber, dass wir gut spielen. Es geht nicht darum, dass wir uns hier jetzt eine nette Statue ansehen oder auf eine Pizza gehen." Englands Torhüter Joe Hart über die entspanntere Situation unter Teamchef Roy Hodgson.

"Das ist schließlich nicht Andorra. Obwohl: Gegen Andorra triffst du nicht immer so viel ins Netz." Roman Schirokow nach dem furiosen 4:1 der Russen gegen Tschechien.

"Was hat mal ein ganz großer Kollege von mir gesagt, Giovanni Trapattoni: Ein Trainer ist kein Idiot!" Der deutsche Bundestrainer Joachim Löw auf die Frage, wie seine Personalentscheidungen zustande kämen, mehr aus Gefühl oder mehr aus Erkenntnissen.

"Ich konnte mich nach dem ersten Tor gar nicht richtig freuen. Ich war schon geschockt über Mario, weil ich noch nie gesehen habe, dass er den Ball so mitgenommen hat. Wenn er solche Aktionen öfter hat, muss man aufpassen, dass er nicht nach Brasilien geht." Bastian Schweinsteiger zum sehenswerten Tor von Clubkollege Mario Gomez beim 2:1 gegen die Niederlande.

"Ich hoffe, dass es bis zum nächsten Sieg nicht wieder sechs Jahre dauert, weil ich dann nicht mehr da wäre, um mit Ihnen zu sprechen. Ich wäre schon lange vorher gefeuert." Frankreichs Nationaltrainer Laurent Blanc nach dem ersten Sieg bei einem großen Turnier seit der WM 2006.

"Wenn du gewinnen willst, dann musst du Tore schießen. Wenn du keine Tore schießt und der Gegner trifft, dann verlierst du." Russlands Teamchef Dick Advocaat erklärte die Grundregel.

"Ich ziehe Bunga Bunga einem Saufgelage in der Nacht vor einem Spiel vor." Polens Trainer Franciszek Smuda legte die Regeln im Teamcamp ebenfalls fest.

"Ich habe bei der EM Spieler dabei, die in ihren Mannschaften nie auf der Bank sitzen. Die wissen nicht einmal, wo sie steht." Spaniens Erfolgscoach Vicente del Bosque hat ein Luxusproblem.

"Schauen Sie sich die großen Orchester an, da spielen auch viele Diven, so wie auf dem Fußballplatz. Und ein guter Dirigent muss ihnen klarmachen, dass sie für ein gemeinsames Ziel spielen." Irlands Routinier Giovanni Trapattoni über seine Aufgaben als Trainer.

"Ich habe ein wenig von Andy Carrolls Pflegeprodukten benutzt. Hoffentlich habe ich bald Haare wie er." Englands Wayne Rooney, der sich vor einem Jahr einer Haartransplantation unterzog.

"Die Deutschen werden auch gegen Dänemark versuchen zu gewinnen, das haben sie mir versprochen." Deutschland erfüllte das Versprechen an Arjen Robben, die Niederlande schieden trotzdem sang- und klanglos aus.

"Der Teil des Gehirns, der solche Sachen beinhaltet, existiert bei uns nicht. Ich verspreche den Italienern: 'Leute, fürchtet euch nicht davor'." Kroatiens Teamchef Slaven Bilic zum Thema mögliche Absprachen im Spiel gegen Spanien.

"Nach dem Spiel der vergangenen Nacht ist die Torlinien-Technologie keine Alternative mehr, sondern eine Notwendigkeit." FIFA-Boss Joseph Blatter erkannte nach dem nicht gegebenen Tor beim 0:1 der Ukraine gegen England die Zeichen der Zeit.

"Sport ist Sport und hat wie das Leben alles: Glück, Zufall, Fehler und Unfairness." Ukraines Regierungschef Nikolai Asarow nach dem damit verbundenen Aus des Co-Gastgebers.

"Wenn du ein Mann bist, geh mit mir und wir haben eine Unterhaltung unter Männern." Oleg Blochins Reaktion auf den Vorwurf eines Journalisten, der den gescheiterten Ukrainern mangelnde Fitness vorwarf. Auch als er später den Pressesaal verließ, zeigte der Coach zur Tür und forderte den Journalisten zum Mitkommen auf.

"Wir haben vor dem Turnier gesagt, dass wir uns erst wieder rasieren, wenn wir ausgeschieden sind. Ich hätte nichts dagegen, wenn ich noch bis zum 2. Juli so rumlaufe." Tschechiens Torhüter Petr Cech musste den Rasierer allerdings bereits nach dem Viertelfinale wieder verwenden.

"Dieser Sieg ist wichtig für uns und für alle Griechen. Unser Land macht gerade eine sehr schwere Zeit durch. Ich danke Gott dafür, dass er uns diesen herrlichen Moment geschenkt hat." Griechenlands Haudegen Giorgos Karagounis nach dem 1:0 gegen Russland und dem damit verbundenen Einzug ins Viertelfinale.

"Bringt uns jetzt die Merkel. Ihr werdet Griechenland nie aus der EURO rausschmeißen." Die griechische Zeitung "Goal-News" vor dem Spiel gegen Deutschland.

"Sie wissen ja, dass wir ein sehr gutes Verhältnis zu Angela Merkel haben. Wir haben mal die Abmachung getroffen, dass sie nicht in Aufstellung und Taktik hereinredet und ich nicht in ihre politischen Statements." DFB-Bundestrainer Joachim Löw auf die Frage nach der politischen Brisanz der Partie.

"Wissen Sie, was Messi vor genau einem Jahr gemacht hat? Er war bei der Copa America und ist im Viertelfinale ausgeschieden." Portugals Superstar Cristiano Ronaldo nervte der Vergleich mit "Barca"-Star Lionel Messi zunehmend.

"Ich habe ein größeres Probleme, und das ist folgendes: Ich möchte eigentlich keine Pressekonferenz geben, weil ich mir gerne das Spiel zwischen Portugal und Tschechien anschauen möchte." Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker legte sich gleich zu Beginn der Abschluss-PK des Finanzministertreffens der Währungsunion fest.

"Er sagte etwas auf Englisch, das ich nicht verstanden habe. Ich habe ihm die Hand vor den Mund gehalten, nur zur Sicherheit." Italiens Verteidiger Leonardo Bonucci bewahrte Teamkollege Mario Balotelli bei dessen Torjubel auf ungewöhnliche Art vor einem verbalen Ausraster.

"Ich habe den Arsch nicht in Nutella." Mario Balotelli outete sich als harter Kerl, der keineswegs verwöhnt ist.

"Jetzt kannst du behaupten, dass ich schlecht erzogen bin." Samir Nasri nach Frankreichs Viertelfinal-Aus gegen Spanien, nachdem er einen französischen Journalisten wüst beschimpft hatte.

"Das Problem bei Spanien ist: Gegen die hast du zwar Raum, aber keinen Ball." Deutschlands Mittelfeldspieler Thomas Müller über die Qualitäten des Titelverteidigers.

"Es ist jetzt Mode. Mir gefällt es besonders, wenn er reingeht." Spaniens Trainer Vicente del Bosque nach dem in Panenka-Manier verwandelten Versuch von Sergio Ramos im Elfmeterschießen des Halbfinales gegen Portugal.

"Das war der schönste Abend meines Lebens." Mario Balotelli zeigte nach seinem Doppelpack beim 2:1 im Halbfinale gegen Deutschland doch seine zarte Seite.

"Wir haben viermal auf die Fresse gekriegt." Mario Gomez nach der Niederlage gegen Italien. Mit dem FC Bayern hatte Deutschlands Torjäger in einer Saison dreimal knapp einen Titel verpasst.