Es wird kalt und immer kälter: Stellenweise
beginnt die kommende Woche bei -20 Grad!

Jänner-Temperaturen deutlich unter dem Durchschnitt PLUS: So wird das Wetter in den nächsten Tagen!<br>Durchklicken: Schee und Eis legen Verkehr lahm!

Eisige Temperaturen kündigen sich für Österreich an. Am Sonntag wird nach Angaben der Hohen Warte von Osten her langsam deutlich kältere Luft strömen. Die Temperaturen sinken im Tagesverlauf stetig unter Null Grad, doch so richtig eisig wird's erst am Montag und Dienstag. Vereinzelt wird die Quecksilbersäule auf minus 20 Grad fallen - so etwa im Wald- und Mühlviertel sowie im oberen Ennstal.

Vergleichsweise warm dürfte es noch am Samstag werden. Im Westen und Süden wird weitgehend Sonnenschein prognostiziert, im Norden und Osten ziehen dichtere Wolkenfelder durch, die örtlich leichten Schneefall, später leichten Regen, bringen. Der Autofahrerclub ÖAMTC sprach in diesem Zusammenhang eine Glatteiswarnung für das gesamte Bundesgebiet aus. Denn so lange das Thermometer zwischen Minus- und Plusgraden hin- und herpendle, sei die Gefahr für vereiste Fahrbahnen besonders groß.

Für kommenden Samstag und Sonntag wurde Schneefall und kräftiger Wind an der Alpennordseite vorausgesagt. Die Temperaturen bleiben aber relativ mild, es werden Tageshöchstwerte von bis zu acht Grad erwartet. Im Süden könnte es hingegen schon Frost geben, bei bis zu minus sieben Grad.

Minus 20 Grad sind möglich!
Montag und Dienstag werden dann allgemein sehr sonnig, aber auch überaus kalt. Laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) sinken die Temperaturen in der Nacht von Sonntag auf Montag auf minus neun bis minus 16 Grad. Vereinzelt sind auch um die minus 20 Grad möglich - etwa im Wald- und Mühlviertel sowie im oberen Ennstal. Tagsüber werde es "nur" zwischen minus drei und minus sieben Grad haben. Die Nacht auf Mittwoch dürfte ebenfalls noch sehr frostig werden. Danach könnten wieder Plusgrade in Österreich Einzug halten. Stellenweise gefrierender Regen bedeutet aber wiederum Alarmstufe rot bei den Autofahrern.

Auffällig ist, dass die Temperaturen im heurigen Jänner bisher deutlich unter dem Wert des Vorjahres bzw. unter dem Durchschnittswert der Jahre 1971 bis 2000 liegen. Die heimischen Kälterekorde scheinen dennoch nicht in Gefahr. Schon gar nicht die 37,4 Minusgrade vom 1. Jänner 1905, gemessen am Sonnblick. Oder die Werte vom Extremwinter 1928/29, wo man die tiefsten Temperaturen in bewohnten Gebieten (Zwettl mit minus 36,6 Grad) registrierte. In Wien unterschritt das Thermometer im Februar 1929 vier Tage hindurch die minus 20 Grad-Marke. Eisstöße auf der Donau machten die Schifffahrt unmöglich, Kohle und Wasser wurden knapp, zahlreiche Todesopfer waren zu beklagen.

Kälterekord in Seefeld
Den bisherigen Rekordwert des Winters 2005/06 hält übrigens Seefeld in Tirol mit minus 25,9 Grad (30. Dezember). Zum Vergleich: Die tiefste, jemals an einem bewohnten Ort der Erde gemessene Temperatur liegt bei minus 71,1 Grad (Oymayakon, RUS), die tiefste Einzelmessung bei minus 89,9 Grad (Wostok, Antarktis). (apa/red)