"Es war nichts Böses": Anwalt fordert die baldige Enthaftung des "Saliera"-Diebs

Es sei nicht notwendig, ihn noch länger festzuhalten

Gerald Albrecht, der Rechtsbeistand des mutmaßlichen "Saliera"-Diebes, kündigte einen Enthaftungsantrag an, weil es nicht notwendig sei, den geständigen Robert Mang weiter im Gefängnis zu behalten. "Es gibt nichts mehr aufzuklären", sagte der Anwalt.

Die Haftgründe Tatbegehungs- bzw. Wiederholungsgefahr wären auszuschließen, "weil er die 'Saliera' sicher nicht noch ein Mal stehlen wird." Einer womöglich von der Staatsanwaltschaft ins Treffen geführten Fluchtgefahr ließe sich mit dem Festsetzen einer Kaution begegnen, meinte Albrecht.

"Er hätte es sich einfach verdient, dass er bald auf freien Fuß kommt", stellte der Verteidiger fest. Mang habe wesentlich zur Wahrheitsfindung beigetragen, die Beamten zu jener Stelle geführt, wo er das Salzfass vergraben hatte: "Da hätten die lang buddeln können! Er selbst hat die Schaufel in die Hand genommen und mit Hand an gelegt!"

"Es war nichts Böses"
Sein Mandant, über den mittlerweile auch offiziell die U-Haft verhängt worden ist und der am Montagnachmittag von der U-Richterin einvernommen wurde, sei umfassend und reumütig geständig. "Es war nichts Böses", beteuerte Albrecht.

Das Geschehen nach dem nächtlichen Einbruchsdiebstahl bezeichnete der Anwalt als "straflose Verwertungshandlung". Ob eine Erpressung - wie von der Staatsanwaltschaft angenommen - gegeben sei, "hängt von wenigen Worten ab" und müsse nun eingehend geprüft werden. Der Verdächtige soll in Briefen mit der Vernichtung der "Saliera" gedroht haben, falls das verlangte Lösegeld nicht bezahlt werde.

Spekulationen bzw. Gerüchte über eine angebliche Krebserkrankung seines Mandanten entkräftete Albrecht. Dieser habe sich 2001"eine schwarze Stelle am Hals" operieren lassen, wobei es sich wahrscheinlich um ein Melanom gehandelt habe: "Da er ein fescher Bursche ist, hat ihn das irrsinnig gestört." Seither erfreue sich Robert Mang bester Gesundheit. (apa)