"Es klang, als wäre der Berg explodiert": Erdrutsch begräbt Dorf unter sich - 200 Tote!

Siedlung auf Philippinen von Erdmassen verschüttet Rund 1.500 Menschen werden nach wie vor vermisst

Ein gewaltiger Erdrutsch hat auf den Philippinen möglicherweise Hunderte von Menschen in den Tod gerissen. Die Schlammmassen hätten sich von einem Berg gelöst und rund 500 Häuser eines Dorfes im Osten des Landes unter sich begraben, darunter auch eine Volksschule, teilten die Behörden am Freitag mit.

Zunächst wurden mindestens sechs Tote geborgen. Die Vermisstenzahl schwankte zwischen einigen hundert und mehr als 1.000. Mindestens 100 Einwohner wurden lebend gerettet. In dem Ort Guinsaugon in der Provinz Süd- Leyte lebten schätzungsweise 3.000 Menschen.

Wo vorher das Dorf war, sei nichts als Schlamm zu sehen, sagte ein Militärsprecher, der als einer der ersten Helfer am Unglücksort war. Es sei schwierig, Häuser oder das Schulgebäude ausfindig zu machen. Vor dem Erdrutsch hatte es in der Gegend wochenlang geregnet.

Unmittelbar bevor die Schlammlawine niederging, habe der Boden gebebt, sagte eine Behördensprecherin. Sekunden später seien die Erdmassen von dem Berg auf das Dorf gerutscht. 1.500 Menschen aus benachbarten Orten seien in Sicherheit gebracht worden.

Im Dezember 2003 waren bei einem Erdrutsch in derselben Provinz rund 300 Menschen getötet worden. Für das Unglück wurde der massive illegale Holzeinschlag in der Gegend verantwortlich gemacht.
(apa)