Erstes Duett auf dem Set

Rainhard Fendrich & Ina Nadine Wagler

Erstes Duett auf dem Set

Der erste gemeinsame dreh. Nach dem folgenreichen Auftritt im Musical „Wake up“ stehen der Meister und sein Scheidungsgrund erstmals vor der Kamera.

Selbstzweifel sind die verlässlichsten Begleiter der Künstler – der wichtigen noch mehr als der bedeutungslosen. „Ich habe oft Höllenangst gelitten“, sagt Rainhard Fendrich, 49, aus gegebenem Anlass: Derzeit steht der Entertainer in Villach und Umgebung als abgewirtschafteter Rockstar Larry Stein vor der Kamera. Reinhard Schwabenitzky führt Regie.

Auf dem Set mit Ina. Doch dieser Umstand ist nicht das gesellschaftspublizistisch Aufsehen Erregende an der Causa. „Gefühl ist alles“ lautet der Titel des TV-Films. Es geht um die „Schnelllebigkeit der Musikbranche“, und neben Schwabenitzky-Gattin Elfi Eschke, Kanzlertochter Nina Blum und „Burg“-Schauspieler Johannes Krisch wirkt auch Ina Nadine Wagler mit, 28 und seit eineinhalb Jahren Fendrichs Partnerin. Wir trafen den mit Bart und Langhaarperücke arg entstellten Entertainer auf dem Set im Congresshaus in Villach.

Ob ihm nicht das Alter über die Schulter blicke, jetzt, mit der jungen Frau, wollen wir wissen. „Ich habe kein Problem mit meinem Alter, weil ich meinen Körper spüre. Ich fühle mich nicht alt, wenn ich in der Früh aufstehe. Mir tut nichts weh. Wenn ich mit ihr laufen gehe, dann komme ich nicht mehr mit. Wenn ich mit ihr Radfahren gehe, ist es schon wieder anders. Ich spüre ein Gefühl der Reife. Das Alter ist auch eine Kopfsache. Ich schau mir heute noch gerne Mickymaus-Filme an, das ist Teil unserer Kultur.“

Die Beziehungsprognose? „Ich gehe nicht nach Berlin. Ich wohne in Mallorca. Wir pendeln. Wir schauen einmal. Ich glaube an den Satz ‚Distanz schafft Nähe‘. Sie ist manchmal gerne allein, und ich bin’s auch. Wir kennen uns jetzt zwei Jahre und haben immer noch einen Dialog. Ich kann keine Prognosen stellen.“

Besorgt wirkt er aus anderen Gründen. „Meine Kleine ist gestern von Touristen angefahren worden“, sagt er. Die Rede ist vom kleinen Hund, den er auf seiner Finca in Mallorca beherbergt. „Sie wird heute operiert. Ich weiß aber, sie ist in guten Händen. Wir haben dort den besten Tierarzt. Die Spanier kümmern sich viel besser um Tiere, als wir glauben.“

Raue Zeiten. Der Film paraphrasiert vieles aus seinem Leben. „Die Situation meines Musicals ‚Wake-up‘ ist hier umgedreht.“ Gab er im Raimund-Theater den garstigen Manager und Alexander Goebel das singende Opfer, so ist nun Goebel der üble Menschenverschleißer. „Ich spiele einen Künstler, der von seinem Manager aufs Abstellgleis gestellt wird. Das ist für mich eine sehr große Herausforderung, weil ich Gott sei Dank diesen Zustand, nicht mehr gewollt zu sein, nicht kenne“, merkt Fendrich dankbar an und erinnert sich alter Zeiten: „Mir sind fast die Tränen gekommen, als ich daran gedacht habe, dass ich in Villach zum ersten Mal die ,Strada del Sole‘ gesungen habe. Damals hat man mir noch Ausländerfeindlichkeit vorgeworfen. Ich wollte, man wäre heute noch genauso empfindlich, was Ausländer betrifft. Die Zeit ist rauer geworden.“

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