Ernst Strasser von

Drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft?

Im Falle einer Verurteilung könnte Ex-Innenminister ein Gefängnisaufenthalt blühen

Ernst Strasser - Drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft? © Bild: APA/Fohringer

Früher war er der Chef der österreichischen Polizei, bald könnte er die Exekutivbeamten aber von der anderen Seite kennenlernen. Ernst Strasser wurde heute wegen des Verdachtes der Bestechlichkeit von der Korruptionsstaatsanwaltschaft angeklagt. Im Falle einer Verurteilung droht dem ehemaligen Innenminister eine Haftstrafe. Der Strafrahmen bei diesem Delikt liegt bei bis zu 10 Jahren. Auch der Verlust der Politikerpension ist möglich. Für Strasser gilt die Unschuldsvermutung.

Die Welt des Ernst Strasser hat wohl schon einmal besser ausgesehen als im Jahr 2012. Dennoch gibt es in der aktuellen Situation auch Umstände, die für den früheren Innenminister und ÖVP-Delegationsleiter im EU-Parlament sprechen. Er ist unbescholten, was im Fall einer Verurteilung mildernd wirkt. Außerdem ist fraglich, ob Strasser letztlich versuchte oder tatsächliche Bestechlichkeit vorgeworfen wird. Wenn es sich nur um versuchte Bestechlichkeit handelt, würde sich das ebenfalls strafmildernd auswirken. Im Falle erdrückender Beweise wäre allerdings auch ein Geständnis eine effektives Mittel zur Strafreduzierung.

Hohe Strafe möglich
NEWS.AT sprach mit dem Rechtsanwalt Dr. Ganzger über die rechtlichen Konsequenzen die Strasser nun drohen könnten. Prinzipiell beträgt die Strafdrohung bei Bestechlichkeit, die einen Vorteil von 50.000 Euro oder mehr bedeutet, ein bis zehn Jahre. Wenn der Vorteil unter 50.000 Euro liegt, sinkt diese auf sechs Monate bis fünf Jahre. Strasser soll im Jahr 2010 zwei vermeintlichen Lobbyisten - tatsächlich handelte es sich um Journalisten einer britischen Tageszeitung - für ein jährliches Beraterhonorar von 100.000 Euro die Beeinflussung der Gesetzgebung im Europäischen Parlament in Aussicht gestellt haben. Für ihn wäre also im Falle eines Schuldspruchs die höhere Strafdrohung anzuwenden. Die Strafdrohung wird üblicherweise nicht zur Gänze ausgeschöpft. Wie die einzelnen Milderungsgründe gewichtet werden, entscheidet das Gericht.

Neben der Unbescholtenheit gibt es aber auch erschwerende Umstände. Sollte Strasser nicht geständig sein, aber verurteilt werden, wäre das strafverschärfend. In diesem Zusammenhang sind auch die Geständnisse von Steuerberater Dietrich Birnbacher und ÖVP-Politiker Josef Martinz in der Causa Birnbacher zu sehen. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, Strasser aber nicht gestehen, so kann sich Dr. Ganzger kaum vorstellen, dass dem ehemaligen Politiker eine Strafe erspart bleibt. Falls es zu einem Geständnis kommt, ist wohl eher von einer bedingten Verurteilung auszugehen. Wenn nicht nur versuchte Bestechlichkeit, sondern auch ein tatsächliche Bestechung, es stehen ja weitere Vorwürfe im Raum, nachgewiesen wird, würde sich die Strafe entsprechend erhöhen.

Auch Pensionsverlust droht
Parallel zu dem Verfahren, das nun auf Strasser in Österreich zukommt, wird auch in Brüssel weiterhin gegen ihn ermittelt. Die Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF ermittelt gegen den ehemaligen ÖVP-Mann. Eine doppelte Bestrafung ist natürlich nicht möglich, aber auch hier droht Ungemach. Disziplinarrechtliche Konsequenzen bis hin zum Verlust des Pensionsanspruchs sind denkbar. Das wäre auch im Falle einer Haftstrafe in Bezug auf die Politikerpension denkbar.

Nicht auszuschließen ist, dass es im Zuge eines Geständnisses zu weiteren Enthüllungen kommt. Schließlich hat auch im Fall der Causa Birnbacher anfangs kaum jemand mit dem Auffliegen eines Skandals dieser Größenordnung gerechnet.

Kommentare

War-Lord
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Liebes news.at Team... ...irgendwie habe ich den Veracht einige Poster hier sind mir und dem Ernstl nicht wohlwollend eingestellt *grins... Leute bleibt cool... ich bin sicher ich hab irgendwo für euch noch eine 2. Flasche Champagner zwischen dem Hausmüll im Keller gepunkert... allerdings ist die nicht mehr ganz so frisch :-) ...Wohl bekomms... Aber ihr wisst ja, viele sind berufen, aber nur wenige sind auserwählt !! In diesem Sinne, alles Gute da draußen...PEACE :-)

War-Lord
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@bananenbiager Schaun Sie, ich weiß ja nicht wie oft sie täglich ihre Banane biegen... und mir einen Klopfer zu adjustieren steht Ihnen selbstverständlich frei... Allerdings im Gegensatz zu Ihrer Unwissenheit möcht ich Sie mal fragen: Gauben Sie wirklich, dass die Urteilsverkündung nicht schon längst vor Prozessbeginn fertig getippt ist und fein säuberlich aufn Tisch des entsprechenden Richters/Richterin liegt :-) ...Also ich möchte nicht behaupten, Sie hätten ebenfalls einen Klopfer, allerdings frage ich mich ob Sie 1 +1 zusammenzählen können *grins ... Mein lieber Freund, denken Sie tatsächlich die anderen Parteien können es sich leisten, dass Herr Innenminister a.d. notgedrungen über seine Kinderstube zu plaudern beginnt... träumen Sie weiter und biegen Sie brav weiter ihre Banane :-)

\" mit Grausen abwenden\" Nicht nur von der Kärntner ÖVP , sondern auch von der niederösterreichischen muss man sich mit Grausen abwenden , um mit den Worten von Erwin Pröll zu reden. Pröll hat sich des Strasser bedient um im Ministerrat den Semmeringtunnel um Jahre zu verzögern

War-Lord
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An alle Texter hier... mal ehrlich, warum wünscht ihr den Kopf vom Strasser Ernstl???... Für mich ist er nicht besser oder schlechter als der durchschnittliche österr. Politiker, den ihr Idiotenvolk dazu gewählt habt :-) Was wollt ihr?? Dass er öffentlich zugegeben hat, dass er sich nebenbei auch noch ein gutes Körberlgeld verdient hat, spricht doch eigentlich positiv für ihn, oder??... Gibt sicher genug österr. Politiker die das ebenfalls im kleineren oder größeren Rahmen machen und das nicht öffentlich kundtun. Also wofür bestrafen?? Lieber im Land einen "König" haben, als wie 183 Prinzen und Prinzessinnen...sowie zusätzlich noch die einzelnen Landttage :-) Und für seine internationalen Kontakte kann er ja auch nix, oder...

Bananenbiager melden

Re: An alle Texter hier... Lieber Kampfposter- mal ehrlich haben sie auf gut WIENERISCH gesagt einen Klopfer?
Keiner wünscht sich den Kopf des Patriarichen, sondern -
eine Verurteilung für das was der angedacht hat.
Falls es für ihr beschränktes DENKEN zulässig ist- Strasser hat im AUFTRAG der Republik die Interessen des Landes und Volkes zu vertreten.
Und nicht seine eigenen (wenn auch geldgieriigen) Interessen...

HOFFENTLICH!!!! es gebührt ihm! und allen seinen Kumpanen !!

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Drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft? In einem Rechtsstaat ganz sicher!

Aber nicht in Österreich.

auwehäfn
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Re: Drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft? bevor das die schwarzbraune justiz das zulässt wachst dem pröll noch ein pferdeschweif !

festertreu melden

strasser ich kann das wort unschuldsvermutung nicht mehr hören, diese ganze bagage gehört hinter gitter !!!! die strafen lt. gesetzbuch sind noch viel zu milde.

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In China gibt es auch die Todesstrafe für schwere Korruption
gibt es eine Fernsehserie "Die letzten Worte der zum Tode verurteilten"

Ich hätte so gerne die letzen Worte von Strasser gesehen.

Dass Herr Strasser (auch im Kriminalfall Funkvergabe wird ermittelt) alleine für diese Verbrechen büßt, ist unwahrscheinlich. Das sagt sein Charakter aus. Das ÖVP Justizministerium u. das ÖVP Innenministerium werden alles daran setzten, dass nichts heraus kommt. Strasser weiß viel zu viel über seine Partei!!!

auwehäfn
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alle politgauner gehöhren vor geschworene vom volk ! und nicht vor gekaufte richter und staatsanwaelte siehe USCH !und für verbrechen am volk verurteile in steinbrüche zu freizeitbeschäftigung und wellbechhütten zum schutz vor wind und wetter !!!

Vilma1928 melden

Re: alle politgauner gehöhren vor geschworene vom volk ! Dieses Gesindel, das auf Kosten unserer Steuergelder Millionärsleben führen, gehören so lange eingesperrt bis sie wieder sauber sind, das heisst lebenslämglich.
Und Hr.Schüssel hat von allem nichts gewusst?? Schon allein bei Buwog oder Eurofighter hat er als BK den Kopf in den Sand gesteckt. Wieso verlangt niemand eine Erklärung von ihm wieso solche Machinationen passieren konnten und Millionen Steuergelder verschleudert wurden.
Diese Fragen sollte einmal gestellt werden.

politiker! die gehören doch alle mit den nassen fetzen ausgepeitscht die verlogenen a.............!

Strasser Mit der Aussage " die sind alle faul wie ich " dürfte er doch die Wahrheit gesagt haben.

Trotzdem gilt die Unschuldsvermutung

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Korruptionssumpf