Erfolgreiche Wirtschaftspolitik in Wien:
74 Konzerne eröffneten 2005 neuen Sitz

Investitionen von 80 Millionen Euro wurden getätigt

Jedes zweite internationale Unternehmen, das 2005 einen Standort in Österreich eröffnet hat, hat dies in Wien getan. Diese Bilanz präsentierte am Montag Wirtschaftsstadtrat Rieder gemeinsam mit Vertretern der Austrian Business Agency (ABA) und des Wiener Wirtschaftförderungsfonds (WWFF). Insgesamt 74 Konzerne sind im Vorjahr neu in die Bundeshauptstadt gekommen - 20 mehr als 2004.

Die 74 Betriebe hätten insgesamt 80 Mio. Euro in ihren neuen Standort investiert und 725 Arbeitsplätze geschaffen, unterstrich Rieder. Zwei Drittel der Betriebe sind im Dienstleistungs- oder Technologie-Sektor tätig. Unter den Herkunftsländern traditionell am stärksten vertreten war Deutschland. Rund ein Drittel der Neuansiedelungen kamen aus diesem Nachbarland. Mit großem Abstand folgten die USA, Japan, Großbritannien und die Schweiz.

Gründe für die ausländischen Unternehmen, sich in Wien anzusiedeln, sei die Nähe zu den osteuropäischen Staaten, die Lebensqualität und Infrastruktur Wiens sowie die Qualifizierung der Bevölkerung, meinte Rieder. Als Ziel für die Zukunft nannte er den "weiteren Abbau von bürokratischen Belastungen von Betriebsansiedelungen".

60 der 74 Neuzugänge auf dem Wiener Wirtschaftsmarkt wurden mit Hilfe der ABA gewonnen, unterstrich Geschäftsführer Rene Siegl. Damit habe Wien auch im Rennen um die Mittel- und Ost-Europa-Zentralen großer Konzerne 2005 zulegen können. Von insgesamt zehn Unternehmen, die einen derartigen Sitz im vergangenen Jahr in Österreich aufschlugen, entschieden sich acht für Wien. Rund 300 dieser Headquarters befänden sich derzeit in Wien. Auch für 2006 erwarte er sich eine weitere Steigerung für Wien, betonte Siegl.
(apa)