Erdöl immer teurer: Österreicher bezahlen fast doppelt so viel wie noch vor zwei Jahren

Eine Tonne Rohöl verteuerte sich um 89,7 Prozent Importierte Rohölmenge blieb annähernd gleich groß

Für importiertes Erdöl müssen die Österreicher fast doppelt so tief in die Tasche greifen, wie vor zwei Jahren. Und dies obwohl sich die Importmenge in diesem Zeitraum nur marginal um einen Prozent erhöht hat.

Laut Angaben der Statistik Austria hat sich eine Tonne eingeführtes Rohöl von November 2003 bis November 2005 - ohne Steuern und Abgaben - von 187,6 auf 355,93 Euro verteuert. Das entspricht einer Steigerung von 89,7 Prozent.

Die importierte Rohölmenge blieb dagegen fast gleich hoch. Im November 2005 wurden nach vorläufigen Zahlen 650.063 Tonnen eingeführt, im November 2003 waren es 643.647 Tonnen. Waren die in etwa gleich hohen Mengen vor zwei Jahren "nur" 120,7 Mio. Euro wert, kosteten sie im November 2005 mit rund 231,4 Mio. Euro fast doppelt so viel.

Seit dem Jahr 1996, dem Beginn der aktuellen Aufzeichnungen der Statistik Austria, verteuerte sich das importierte Rohöl um 234,4 Prozent. Im Jänner 1996 kostete die Tonne Rohöl demnach 106,44 Euro gegenüber 355,93 im November 2005. Am billigsten war Rohöl mit 69,10 Euro je Tonne im Dezember 1998, am teuersten im September 2005 mit 385,36 Euro.

Am meisten Öl importiert wurde in den Jahren 2002 und 1998 mit insgesamt 8,29 bzw. 8,26 Mio. Tonnen. Dafür wurden 1,63 Mrd. bzw. 751 Mio. Euro ausgelegt. Die geringsten Rohölimporte gab es 1996 mit 6,19 Mio. Tonnen, die damals 740 Mio. Euro kosteten. Im Vorjahr wurden bis November wurden rund 7,1 Mio. Tonnen im Wert von 2,21 Mrd. Euro importiert. Für Dezember gibt es noch keine Zahlen.

Der August 2002 war der Monat mit den höchsten Rohölimporten. Damals wurden 822.889 Tonnen eingeführt. Die geringsten Importmengen wurden im August 1996 mit 235.083 Tonnen gemeldet.

(apa/red)