Elf Soldaten getötet: US-Armee beklagt
im Irak schwerste Verluste seit Monaten

Anschläge: Über 130 Iraker ums Leben gekommen Bush sieht dennoch "verdammt gute Fortschritte"

An einem der verlustreichsten Tage für das US-Militär im Irak seit Monaten sind elf amerikanische Soldaten getötet worden. Das gab das US-Militär am Freitag offiziell bekannt. Die Soldaten seien am Vortag bei verschiedenen Anschlägen und Angriffen getötet worden. Am selben Tag waren bei der schlimmsten Gewalt seit Wochen im Irak auch insgesamt über 130 Iraker getötet worden.

US-Präsident Bush sprach ungeachtet der jüngsten Ereignisse von "verdammt guten Fortschritten" im Irak. Den größten Erfolgsschub werde es jedoch geben, wenn die Iraker es selbst mit den Feinden aufnehmen könnten, die ihre Demokratie stoppen wollten, sagte Bush am Donnerstag in Washington.

Allein fünf US-Soldaten starben am Donnerstag bei einem Sprengstoffangriff in Bagdad. Die Bombe explodierte am Straßenrand, als die Soldaten auf Patrouillenfahrt waren. Weitere zwei GIs kamen bei einem ähnlichen Anschlag im südirakischen Najaf ums Leben. Zwei weitere starben bei einem Selbstmordanschlag auf ein Rekrutierungszentrum der Polizei in Ramadi, wo auch 30 Iraker getötet wurden. In der Stadt Kerbala kamen insgesamt mindestens 45 Menschen ums Leben, als der Attentäter seinen Sprengstoffgürtel zündete.

Der britische Außenminister Straw traf unterdessen zu einem unangekündigten Besuch im Südirak ein. Bei seinen Gesprächen mit örtlichen Politikern in der Stadt Basra sei es auch um die Frage eines künftigen Truppenabzugs gegangen, berichtete die BBC. Großbritannien hat 8.000 Soldaten im Irak stationiert.

Die irakische Armee feierte am Freitag den 85. Jahrestag ihrer Gründung. Hunderte Soldaten nahmen an einer Parade in der streng gesicherten "Grünen Zone" in Bagdad teil.

(apa)