Einsatzkräfte rüsten für WM am Kulm: Über 100 Polizeibeamte und 70 Rot-Kreuz-Helfer

Verstärkter Personenschutz für hochrangige Gäste

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften bringt das kommende Wochenende mit sich, wenn über 200.000 Besucher zur Ski-Flug-WM am Kulm erwartet werden. Seit Dienstag fährt die Bezirksstelle Liezen des Roten Kreuzes ihre Bereitschaftskapazitäten nach oben - Samstag und Sonntag stehen dann 70 Mitarbeiter vor Ort im Einsatz. Seitens der Polizei werden über 100 Mitarbeiter für die Sicherheit rund um die Ski-Flug-WM sorgen.

"Wir steigern entsprechend der Besucher- und Sportlerzahl", berichtete ein Sprecher des Roten Kreuzes am Dienstag. So werden Mittwoch rund 15, Donnerstag rund 35, Freitag rund 55 und Samstag sowie Sonntag jeweils rund 70 Mitarbeiter täglich bei der WM ihren Dienst tun. Dazu gehören ab Samstag neben Sanitätern und Helfern sechs Notärzte mit u.a. einem Rettungshubschrauber und zehn Einsatzfahrzeugen.

Außerdem seien sämtliche Rot-Kreuz-Rettungswagen im Rot-Kreuz-Bezirk Liezen voll besetzt und würden eine rasche Versorgung auch für viele Verletzte sicherstellen, hieß es. Direkt im Veranstaltungsgelände wurde ein Versorgungszelt und eine Feldküche installiert.

Rund 65 Menschen waren beim Skifliegen 2005 zu versorgen, erfahrungsgemäß rechne das Rote Kreuz mit Sturzverletzungen und medizinischen Erkrankungen, so der Sprecher. Verletzungen, bedingt durch Alkoholeinfluss, seien im vergangenen Jahr zwar auch vorgekommen, seien aber nicht die Hauptursache für Einsätze gewesen.

"Entsprechend der Weltmeisterschaft haben wir unser Aufgebot natürlich verstärkt", erklärte Herbert Brandstätter, Bezirkspolizeikommandant von Liezen. Über 100 Polizisten pro Tag werden am Wochenende im Einsatz sein. In vermehrtem Umfang würden die Beamten im Bereich Verkehr und im Bereich "Schanze und Alpin" eingesetzt.

Dazu komme das verstärkte Aufgebot an Kriminalisten und im Bereich Personenschutz: "Bundeskanzler, Bundesminister sowie die europäischen Sportminister und Muhammad Ali werden ja erwartet", so Brandstätter. Gewarnt wird das Publikum vor Taschendieben, die die große Personenansammlung erfahrungsgemäß für ihre Beutezüge nutzen. (apa/red)