Einmal geht’s noch, Hermann!

Einmal geht’s noch, Hermann!

Hermann Maier: Nach verpatzter Abfahrt und ,Heimtraining‘ in Flachau rüstet der ,Herminator‘ für den Super-G. Und könnte mit Gold zu All-Time-Hero Toni Sailer aufschließen.

Der große Geschlagene verschwindet wenige Stunden nach der Olympiaabfahrt heimlich, still und leise aus Sestriere in Richtung Salzburger Heimat. Ein ehrbarer sechster Platz statt der erträumten Goldmedaille in der „Königsdisziplin“ des alpinen Rennsports: Hermann Maier leckt abseits des olympischen Rummels seine Wunden.

Völlig erschöpft hatte sich der 33-jährige Ski-Superstar aus Flachau nach der Zieldurchfahrt die Oberschenkel gehalten. Ausgerechnet eine Woche vor dem seit Monaten minutiös geplanten Höhepunkt seiner Karriere hatte ein Virus den sonst so kraftstrotzenden „Herminator“ flachgelegt. „Wahrscheinlich hat er den Infekt bereits in Garmisch erwischt“, sagt Maiers Konditionstrainer Heinrich Bergmüller, Leiter des ÖSV-Olympiastützpunktes Obertauern, wo der zweifache Olympiasieger von 1998 bis zum Super-G am kommenden Samstag, 18. Februar (Start: 11.00 Uhr), wieder auf die Beine kommen will.

Olympialuft als Lungengift. Vor allem die momentan extreme Staubbelastung in Sestriere und die trockene Luft in 2.000 Meter Höhe hatten den ohnehin schon angeschlagenen Bronchien des Salzburgers zusätzlich zugesetzt. Lange Spaziergänge und ein paar kleinere Trainingseinheiten sollen jetzt die Regeneration beschleunigen und frische Substanz aufbauen, bevor Maier am Mittwoch oder Donnerstag wieder via München in Richtung Turin abhebt.

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