"Einer der schlimmsten Tage meines Lebens": Cheney übernimmt Verantwortung

US-Vizepräsident äußerst sich erstmals zu Jagdunfall Cheney schoss Freund an: Anwalt erlitt Herzinfarkt

US-Vizepräsident Dick Cheney hat persönlich die ganze Verantwortung für den Jagdunfall übernommen, bei dem er am Samstag einen texanischen Anwalt angeschossen hatte. Cheney sagte für diesen Vorfall lasse sich "niemand anders" verantwortlich machen als er selbst. Schließlich sei er derjenige, "der den Abzug gedrückt hat". Cheney sagte, es habe sich "um einen der schlimmsten Tage meines Lebens" gehandelt.

Der Vizepräsident war in den vergangenen Tagen heftig dafür kritisiert worden, dass er sich nicht persönlich zu dem Unfall geäußert hatte. Er hatte vor dem Interview nur zwei sehr knappe schriftliche Statements zu dem Vorfall über sein Büro verbreiten lassen. Das Opfer des Unfalls, der 78-jährige Harry Whittington, erlitt danach einen leichten Herzanfall, weil eine der Schrotkugeln in sein Herz wanderte. Whittington war von der Ladung in der Brust, im Gesicht und am Hals getroffen worden. Ihm gehe es aber inzwischen "sehr gut", sagte ein Sprecher des Krankenhauses im texanischen Corpus Christi.

Die oppositionellen Demokraten hatten zuvor eine umfassende Aufklärung des Jagdunfalls gefordert. Es sei "beunruhigend", wie zögernd die Informationen über den Unfall an die Öffentlichkeit gelangt seien, sagte Senatorin Hillary Clinton. Sie warf der US-Regierung vor, in diesem wie in anderen Fällen eine "Tendenz" zum "Zurückhalten von Informationen" zu haben. Senator Chuck Schumer forderte, Cheney müsse sich persönlich zu dem Vorfall äußern.

(apa/red)