Sicherheit von

Wie man sich vor
Einbrechern schützen kann

Wie man sich vor den Eindringlingen schützen kann und was das kostet

Einbrecher © Bild: Istockphoto.com/ricardoreitmeyer

Nachdem 2010 die Zahl der Einbrüche in Österreich gesunken ist, steigt diese seit drei Jahren wieder; zuletzt um 3,4 Prozent. 17.109 Einbrüche geschahen 2015. Das bedeutet: Alle 30 Minuten wird in Österreich eingebrochen, am häufigsten in Wien (52 Prozent).

Wenn die Dämmerung, so wie jetzt, früh einsetzt, floriert das Geschäft. Und zwar für Einbrecher und Sicherheitsfirmen. Thomas Ollinger, Chef der Sicherheitstechnikfirma Abus: "Wenn es früher dunkel wird, haben wir Hochsaison. Da kommen viele, weil sie Angst haben." Und weil sie Fragen haben: Wie schützt man die eigenen vier Wände? Was ist ausreichend, was nicht? Und in welchen Bundesländern werden Sicherheitsvorkehrungen finanziell gefördert?

»Eine uneinnehmbare Festung kann man nicht errichten«

"Eine uneinnehmbare Festung kann man nicht errichten", sagt Experte Ollinger. "Es gibt aber einige Punkte, wie etwa die Eingangstür, leicht erreichbare Fenster sowie Balkon-und Terrassentüren, die dicht sein müssen." Damit das Haushaltsbudget nicht einbricht, ist zu beachten: Es gibt elektronische (Alarmanlage, Sicherheitsmelder) und mechanische Sicherheitsvorkehrungen (Sicherheitstüren, Balkenschlösser). Nur mechanische Einrichtungen können einen Bruch aufhalten, elektronische nur abschrecken. Beides ist effektiv. Wenn es richtig eingesetzt wird.

Türen sichern

Die meisten Einbrüche in Wohnungen geschehen über die Türen. Daher ist es ratsam, eine Sicherheitstür anzuschaffen. Diese werden in Widerstandsklassen (WK) eingeteilt: Türen der Stufe 1 sind selbst für Hobbydiebe kein Problem, bei Stufe 5 haben Profis mit entsprechendem Equipment schon 20 Minuten zu tun. In den meisten Fällen reicht Widerstandsklasse 3: Damit sind Einbrecher fünf Minuten beschäftigt; zu lange für die meisten Gauner. Gute WK-3-Türen kosten 2500 Euro. Das ist viel Geld, doch in Niederösterreich (1000 Euro, nur bis Jahresende), Wien (400 bis 800 Euro) und im Burgenland (1000 Euro) erhalten Sie dafür eine Förderung. Eine Doppelflügeltür im Altbau kostet gleich das Doppelte. Hier wäre ein Balkenschloss (quer über die Tür) oder ein Stangenschloss (längs über die Tür) eine Alternative. Die Kosten dafür liegen bei 500 bis 700 Euro - inklusive Montage. Das kann vor allem für Mieter die sinnvollere Variante sein.

Fenster sichern

Auch die Fenster können aufgerüstet werden. Sicherheitsfenster braucht man vor allem für Balkon- und Terrassenwohnungen sowie Häuser und Wohnungen zu ebener Erd'. Diese kosten 300 bis 500 Euro pro Stück, einschließlich Montage. Einbruchshemmende Terrassentüren liegen preislich zwischen 600 und 700 Euro.

Terrassentür sichern

Bei Einfamilienhäusern steigen die meisten Einbrecher über die Terrassentür oder ein Fenster ein. Beim Haus existieren viele Schwachstellen, die mit mechanischem Schutz nur mit sehr viel monetärem Einsatz auszumerzen sind. Hier sind Alarmanlagen sinnvoller. Sehr gute Geräte sind für 2500 bis 4500 Euro erhältlich. Günstigere Modelle, die man sich auch selbst einbauen kann, sind für 600 bis 900 Euro erhältlich. Das Land Oberösterreich zahlt 30 Prozent der Ausgaben für Alarmanlagen zurück - maximal aber 1000 Euro.

Wer sein Eigenheim aufrüstet, muss niedrigere Prämien für die Haushaltsversicherung bezahlen; zumeist werden zehn Prozent nachgelassen. Konsumentenschützer warnen: Wer die Reduktion nimmt, muss höhere Sicherheitsvorkehrungen treffen. Werden die nicht eingehalten, kann sich die Versicherung im Falle eines Einbruchs abputzen.

»Einbrecher schätzen es nicht, Zuschauer zu haben«

Übrigens: Einbrecher schätzen es nicht, wenn ihnen jemand bei der "Arbeit" zusieht. Je höher die Hecke im Garten, je uneinsehbarer das Haus, desto höher die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs. Ideal wäre ein rüstiger Pensionist als Nachbar. Einer, der Augen und Ohren offen hält. Aber den kann man sich nicht vom Christkind wünschen. Daher muss man das Sicherheitsthema selbst in die Hand nehmen - wie nun die Familie Weber.

Kommentare

Oliver-Berg

Ich kann nur jedem raten, der sein Eigenheim ernsthaft schützen will erinnern, dass man bei der Polizei einen eigenen Beratungsdienst hat, die vor Ort hinkommen und sich anschauen, wo die Schwachsstellen sind. Die meisten Firmen wollen nur was verkaufen.

parteilos melden

Mehr als zwei Drittel der Einbrüche verüben Menschen aus dem Ausland. Jetzt rechnen wir zu den 2/3 noch die mit Migrationshintergrund dazu. Was kommt dann raus?
Soziologen, Psychologen, NGOs und Lebensberater aller Art sind wohl an einem Punkt angelangt wo wahrscheinlich keiner hin wollte.
Man sollte ihnen die Rechnung für die Alarmsysteme schicken, das sind ihre Früchte der Arbeit.

Nudlsupp melden

Sie wissen aber schon, dass viele der organisierten Einbrecherbanden aus dem Ausland nur zu diesem Zweck einreisen. Wo wollen Sie da die Rechnungen hinschicken? Das Blöde ist, dass diese Kriminaltouristen, sich auch nicht als solche zu erkennen geben. Am besten schließen wir alle Grenzen ganz, oder? Wir Österreicher sind so glücklich in unserem Land, und sollten bei den bösen Ausländern weder ...

Nudlsupp melden

einkaufen noch Urlaub machen noch sonst irgendwas tun. Und reinlassen sollten wir sowieso niemanden mehr, der nicht in mind. 5. Generation reinrassiger Österreicher ist. So stellen Sie sich doch die Welt vor, in diesem großen Unverstand. Österreich gut. 7,5 Milliarden Menschen böse.

Nudlsupp melden

Wie sind Sie und Ihre Vorfahren eigentlich schon Österreicher, dass Sie sich immer auf eine Bevölkerungsgruppe einschießen? Oder sind Sie so ewiggestrig, dass Sie auch noch Theorien verfolgen, die spätestens seit Mitte der 40er Jahre erledigt sind.

parteilos melden

Sie sind krank und sollten sich mal untersuchen lassen. Selten so einen "d.......n" Menschen kennengelernt.
Was wissen sie eigentlich vom Leben? Sind sie so naiv oder können sie einfache Grundverständnisse nicht einordnen?

Ich bin ja nur froh, dass ich weder Privat noch Geschäftlich mit solchen Noobs was zu tun habe. Over and Out.

Gabe Hcuod
Gabe Hcuod melden

parteilos, du solltest dich selbst anzeigen und abschieben, nicht wahr?

gustigusti melden

Ein Hund ist immer noch der beste und "günstigste" Schutz, wer die Möglichkeit hat, familiär bzw. arbeitszeitentechnisch, dem kann ich das nur empfehlen! Wer bei mir einsteigt, dem kann ich nicht garantieren dass er lebend wieder rauskommt...

neusiedlersee melden

... außer er hat eine strychningefüllte Burenwurst mit

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