Ein Flirt in Schwarz-Rot

Ein Flirt in Schwarz-Rot

ZARTE BANDE: Warum die ÖVP nach Jahren der harten Ablehnung wieder ihre Fühler in Richtung SPÖ ausstreckt. DIE DRAHTZIEHER: Welche Parteigranden für eine große Koalition eintreten und wer im Hintergrund die Fäden zieht.

Eigentlich hatte Wolfgang Schüssel ja stets von einer dritten Legislaturperiode unter seiner Kanzlerschaft geträumt – freilich wieder mit einem denkbar schwachen Partner. Aber als geübter Techniker der Macht hat er längst erkannt, dass nach der Implosion der Haider-Partei seine Optionen nach der nächsten Nationalratswahl im Herbst 2006 geschrumpft sind.

Und auch wenn der Bundeskanzler sich offiziell „auf keinerlei künftige Koalitionen“ festlegen will, gibt es in der ÖVP-Zentrale längst hektische Strategiesitzungen für den Tag danach. Montag vergangener Woche etwa erklärte er seinen engsten Vertrauten: „Bei uns könnte eine ähnliche Situation wie in Deutschland herauskommen. Das Wichtigste ist, dass wir wieder Nummer eins werden und zumindest eine rechnerische Mehrheit auch ohne die SPÖ haben.“ Schüssel rechnet laut einem ÖVP-Spitzenmann zwar weiterhin mit einer schwarz-blauen Mehrheit, weiß aber, dass eine Koalition mit der mittlerweile wieder radikal-oppositionellen Strache-FPÖ zumindest in den blauen Gremien keine Mehrheit finden würde. Daher ist nun, jedenfalls hinter den Kulissen, „Plan B“ angesagt.

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS