Kürzlich wurden die Ehrenoscars in Los Angeles verliehen und unter den Preisträgern befand sich auch der französische Regisseur Jean-Luc Godard. Anwesend war der Filmemacher jedoch nicht weil es ihm zu umständlich war.
Ich habe kein Visum für die USA und ich will auch keines beantragen. Außerdem will ich nicht so lang fliegen. So direkt und ohne Umschweife sagte der erfolgreiche Regisseur seine Teilnahme bei den Governors Awards am Samstag Abend in Los Angeles ab. Jean-Luc Godard kam also nicht zu seinem Preis sondern dieser wird zu ihm in die Schweiz geschickt.
Der Ehrenoscar, für viele wahrscheinlich ein Lebenstraum, bedeutet also so gut wie gar nichts für den Filmemacher: Nein, nichts. Wenn die Academy das so will, soll sie es machen. Aber ich finde es eigenartig, so Godard. Ich fragte mich: Welche meiner Filme haben die wohl gesehen? Kennen die überhaupt meine Filme? Der Award heißt Governors Award heißt das, dass ich ihn von Arnold Schwarzenegger bekommen?, so kritisch äußerte sich der Regisseur laut der US-Website hollywoodreporter.com. Der Präsident der Academy, Tom Sherak, betonte dennoch, wie viel der Preis dem Filmemacher bedeute.
(red)
