Es geht los! von

Dschungelcamp:
Must-See oder Horror-Trash?

Die Redaktion ist sich nicht ganz einig, was sie davon halten soll

Es geht los! - Dschungelcamp:
Must-See oder Horror-Trash? © Bild: RTL / Stefan Menne

Freitag, der 13. ist kein gewöhnlicher Tag. Abergläubische Menschen fürchten sich vor dem Datum, doch für Fans von gut gemachtem Trash-TV ist heute ein absoluter Jubeltag, denn: Die RTL-Show "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" - besser bekannt als Dschungelcamp - startet. Handelt es sich dabei um ein Must-See-Programm oder völlig entbehrlichen Nonsens? Die News.at-Redaktion ist sich diesbezüglich nicht ganz einig ...

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Thomas Häßler, Jens Büchner, Hanka Rackwitz, Kader Loth, Sarah Joelle Jahnel, Alexander 'Honey' Keen, Marc Terenzi, Florian Wess, Nicole Mieth, Gina-Lisa Lohfink, Markus Majowski und Fräulein Menke - diese zwölf mehr oder weniger Prominenten nehmen heuer am Dschungelcamp teil. Die einen - zumindest vorgeblich - aus Abenteuerlust, die anderen aus Geldnot, die fast gänzlich Unbekannten aus Publicity-Sucht.

© RTL / Stefan Menne Daniel Hartwich und Sonja Zietlow begleiten uns auch dieses Jahr wieder zwei Wochen lang durchs Dschungelcamp

Durch die Sendung führen wie schon in den letzten Jahren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich. Zwei Wochen lang werden sie die Dschungelcamper mit ihren bissigen Kommentaren quälen und das TV-Publikum amüsieren. Oder ist es etwa genau umgekehrt? Die News.at-Redakteure sind hier geteilter Meinung.

Das halten die Redakteure vom Dschungelcamp

"Das klingt jetzt vielleicht komisch, aber: Es liegt gar nicht daran, dass es dem Format am sogenannten Niveau mangelt, weil Trash ist sonst als Zwischenhappen durchaus willkommen. Dennoch hat es irgendwie keinen Reiz jeden Abend mitzuverfolgen, welcher B-, C- oder M-Promi über wen ablästert oder wie viele für europäische Zungen ungewohnte Tiere verspeist. Zugegeben, ganz kann man sich der Dschungel-Euphorie nicht entziehen, aber für mehr als das übliche TV-Rauschen hat es einfach nicht gereicht. Warum? Eigentlich hat das Format ja alles, was das Sensations-Herz begehrt: Promis, Ekel-Prüfungen, Drama, Flirtgeschichten, Konflikte und vor allem Tratsch. Warum, ist schwer zu erklären, aber manchmal funkt es eben nicht."
(Carina Pachner, Chronik-Redaktion)

»Für mich ist das Dschungelcamp ein Pflichttermin, wobei es immer von den jeweiligen 'Promis' und wie sie sich entwickeln abhängt, ob ich mir wirklich die ganzen zwei Wochen anschaue oder nach ein paar Tagen nicht mehr einschalte.«

"Für mich ist das Dschungelcamp ein Pflichttermin, wobei es immer von den jeweiligen 'Promis' und wie sie sich entwickeln abhängt, ob ich mir wirklich die ganzen zwei Wochen anschaue oder nach ein paar Tagen nicht mehr einschalte. Die Vorfreude aufs gemeinsame Schauen mit meinen Freunden ist auf jeden Fall immer groß. Auf die Ekelprüfungen könnte ich dabei allerdings ganz gut verzichten, die finde ich am unspannendsten. Amüsanter ist, wie die Leute miteinander umgehen und wie sie sich nach und nach geben. Manche überraschen dabei positiv, andere tun einem leid und wieder andere laden zum puren Fremdschämen ein. Der Mix aus diesen Komponenten ist der Grund, warum ich gerne einschalte. Eines war allerdings sogar bei den gelungensten Staffeln immer gleich: Das Finale finde ich unfassbar langweilig und ich bin jedes Mal froh, wenn das Ganze dann auch wieder vorbei ist. Zwei Wochen lang jeden Abend Dschungel zu schauen reicht mir pro Jahr."
(Susanne Jelinek, Leben-Redaktion)

"Ich habe noch nie in meinem Leben Dschungelcamp (schreibt man das so?) gesehen. Blöderweise spielt Facebook Videos automatisch ab. Es war wie ein Autounfall. Ich wollte nicht hinsehen und konnte doch nicht weiter nach unten scrollen. Ich musste also zusehen, wie jemand einen Kamelpenis verspeiste. Dinge, die ich mich dabei gefragt habe: Warum macht jemand so etwas? Wer lässt sich so etwas einfallen? Warum schauen das Leute? Und wer sind all diese Promis? Blöderweise habe ich gestern in der Redaktion von meiner Dschungelcamp-Jungfräulichkeit erzählt und wurde gleich zu einem DC-Fernsehabend eingeladen. Tja. Ich bin gespannt, was mich erwarten wird. Schließlich muss man ja offen sein für neue Dinge. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das auch für das Verspeisen von Kamelpenissen gilt."
(Tamara Sill, freie Mitarbeiterin)

»Es mir zuwider, in die seelischen Abgründe von Menschen einzutauchen, die keine Peinlichkeit scheuen, um sich in den (medialen) Vordergrund zu spielen.«

"Gescheiterte Stars und solche, die es nicht einmal zu diesem Status geschafft haben, ziehen für bis zu zwei Wochen in den 'Dschungel', um dort Tierpenisse zu essen, in Würmern zu baden und sich zwischenmenschliche Schlammschlachten zu liefern. Und wir schauen uns das an. Wobei ich mir erlaube, mich von dem generalisierten Wir auszuschließen. Welche Relevanz hat es für mich, ob Gina-Lisa Lohfink einen Stern ergattert, indem sie in eine mit Spinnen gefüllte Wanne eintaucht, oder Florian Wess (Wer, bitteschön, ist das überhaupt?) seine Kuscheldecke mit ins Camp nimmt? Die Antwort lautet: Genau keine! Darüber hinaus ist es mir zuwider, in die seelischen Abgründe von Menschen einzutauchen, die keine Peinlichkeit scheuen, um sich in den (medialen) Vordergrund zu spielen. Inszenierte Heulkrämpfe, voraussehbare Techtelmechtel, niveaulose Wortgefechte … danke, aber nein danke!"
(Klara Vakaj, Leben-Redaktion)

"Ich war ein Zuschauer – jetzt bin ich raus! Zu Anfangszeiten hab ich gerne Dschungelcamp geschaut. Die Moderatoren Zietlow und Bach führten pointiert durch ein Kuriositätenkabinett aus Z-Promis, Intrigen und Ekel, das gerade in seiner skurrilen Konstruiertheit selten langweilig wurde. Über ein Jahrzehnt später haben sich die Zeiten geändert: Dirk Bach ist tot, für die teilnehmenden 'Promis' wäre ein vorangestelltes Z schon schmeichelhaft - und ich habe mich längst vom linearen Fernsehen verabschiedet. Was Staffel um Staffel für die Teilnehmer gilt, hätte auch dem Show-Format selbst gut getan: Man sollte dann aufhören, wenn es am besten ist."
(Benjamin Brandtner, Digital-Redaktion)

"Als Society-Redakteurin komme ich am Dschungelcamp einfach nicht vorbei. Und ich will es ehrlich gesagt auch nicht. Zwei Wochen Trash-TV deluxe - was will man mehr? Im Gegensatz zu manchen Kollegen bekenne ich auch voller Stolz, die Namen aller teilnehmenden 'Stars' (gut, abgesehen von diesem Fräulein Menke, das war vor meiner Zeit) zu kennen und zu wissen, weshalb sie berühmt oder zumindest einschlägig bekannt sind. Auf die diesjährige Zusammenstellung freue ich mich. Wie geht das Ex-Pärchen Gina-Lisa und Marc miteinander um? Ist Honey im Dschungel genauso nervig wie bei GNTM und Nicole Mieth genauso intrigant wie bei 'Verbotene Liebe'? Macht Icke Häßler 'Kasalla' wie Thorsten Legat oder gibt er sich eher zurückhaltend wie Ailton? Auf die Antworten zu all diesen Fragen freue ich mich."
(Tanja Fischl, Leute-Redaktion)

"Wer Trash nicht liebt, ist selber schuld. Volksverblödung? Forrest sagt: 'Dumm ist, wer Dummes tut' – nicht wer dem anderen dabei zusieht und sich dabei Popcorn in den Mund stopft. Das ist höchstens unterlassene Hilfeleistung. Als ob das bei dem Kaderluder und dem Honey-Unmann etwas bringen würde. Da lob‘ ich’s mir mit meinen Besties multiparallele Screeningsessions zu machen, bei denen wir die nächsten 14 Tage wie deppert live kommentieren, wenn Entblätterungskünstlerin Sarah Joelle an Kuhvaginas lutscht und die perfekte Fassade vom Sarah-Connor-Ex langsam abbröckelt. Jenen, die daran keine Schadenfreude empfinden können, kann ich nicht gratulieren: Euer innerer Schweinehund hat leider die Magersucht.
Für alle Spaßbremsen habe ich zur Verteidigung der IBESHMHR-Salonfähigkeit auch immer die Wissenschaft als Trumpf im Ärmel. Hier geht es nicht darum, wer mehr Scheiße fressen kann, sondern wessen selbstauferlegte Gauklerrolle Druck und Gruppenzwang standhält. Diese Sozialstudie ist der vielleicht letzte nicht durchchoreografierbare Rest vom Fernsehfest, der mit seinen verlässlichen Überraschungsmomenten genau das ist, was meine Faszination letztendlich ausmacht."
(Catharina Heindl, Social Media Manager)

Die Sendetermine

Für all jene, für die das Dschungelcamp ein Fixtermin ist, oder jetzt Gefallen daran gefunden haben, seien hier auch noch die Sendetermine erwähnt. RTL zeigt die heutige Auftaktsendung ab 21.15 Uhr, von 14. bis 27. Jänner startet die Sendung täglich um 22.15 Uhr. Die Sendezeit variert - je nach der Fülle der Geschehnisse im Camp - zwischen einer und zwei Stunden. Das große Finale geht am Samstag, dem 28. Jänner ab 22.15 Uhr über die Bühne. Am Sonntag, dem 29. Jänner gibt es wie gewohnt "Das große Wiedersehen".

Videos zum Dschungelcamp

Kommentare

Ein normal denkender Mensch sagt dazu nur: Volksverblödung pur!!!!! Aber bei den 99% Naturdeppen (laut Adi Pinter) kommt so etwas an!!

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