Drei Tote bei Selbstmordanschlag auf kanadischen Militärkonvoi in Afghanistan!

Drei Soldaten sterben bei Explosion von Autobombe

Bei einem Selbstmordanschlag von Taliban-Kämpfern auf eine kanadische Patrouille in der südafghanischen Stadt Kandahar sind mindestens vier Menschen getötet worden. Die US-Streitkräfte teilten mit, unter den Opfern des Anschlags vom Sonntag sei ein Soldat der US-geführten Koalitionstruppen. Augenzeugen sagten, es handle sich um einen Kanadier. Die weiteren Toten sind laut Polizei zwei afghanische Zivilisten und der Attentäter. Den Angaben zufolge wurden drei Soldaten der Koalitionstruppen und zehn Afghanen verletzt.

Nach Augenzeugenberichten steuerte der Attentäter ein Taxi auf das Fahrzeug der Kanadier und zündete dann eine Autobombe. Die Taliban bekannten sich zu der Tat. Rebellensprecher Qari Yussif Ahmadi sagte, der Attentäter sei aus der westafghanischen Provinz Nimros gewesen. Selbstmordanschläge der Taliban haben in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen.

Taliban-Kämpfer erschossen am Samstag in Kandahar einen früheren Vizeminister des Taliban-Regimes. Familienangehörige bestätigten den Tod des ehemaligen stellvertretenden Innenministers Mullah Mohammed Khaksar, der bei der Parlamentswahl im September 2005 erfolglos kandidiert hatte. Ahmadi sagte: "Es ist eines der Ziele der Taliban, diejenigen früheren Taliban zu töten, die sich direkt oder indirekt dem US-gestützten Regime in Afghanistan angeschlossen haben."

Die afghanische Nachrichtenagentur Pajhwok meldete am Sonntag, bei der Explosion einer Mine in der südostafghanischen Provinz Ghazni sei ein afghanischer Mitarbeiter einer türkischen Straßenbaufirma getötet worden. Bei Kämpfen in der Provinz Paktia im Südosten des Landes seien ein afghanischer Soldat und zwei radikalislamische Rebellen getötet worden, berichtete die Agentur am Samstag. In Helmand hätten Unbekannte eine Schule niedergebrannt. Die US-Streitkräfte teilten mit, bei einer Minenexplosion in der südafghanischen Provinz Helmand sei ein US-Soldat verletzt worden. (apa)