Drei Todesopfer bei Lawinenabgängen: Schwarzer Tag in Westösterreichs Bergen

Vorarlberg: Skilehrer im freien Gelände unterwegs Tirol: Geretteter erliegt seinen Verletzungen im Spital

Bei einem Lawinenabgang in Gargellen (Montafon) ist ein etwa 35-jähriger Mann aus Vorarlberg getötet worden. Nach ersten Polizei-Informationen handelte es sich dabei um einen einheimischen Skilehrer. Auch in Tirol wurden zwei Personen Opfer der Schneemassen.

Die beiden Männer lösten die Lawine gegen 11.45 Uhr beim Skifahren im freien Gelände selbst aus. Reanimationsversuche nach der Bergung des Verunglückten blieben erfolglos. Nach Angaben des ÖAMTC gestalteten sich die Rettungsarbeiten auf Grund eines starken Föhnsturms als sehr schwierig. Neben einem Helikopter waren auch 50 Mann und fünf Hundeführer im Einsatz.

Etwa eine Stunde zuvor waren auf dem Gemeindegebiet von Schröcken (Bregenzerwald) im Bereich der Braunarlspitze bereits zwei Tourengeher unter eine Lawine geraten. Polizei-Angaben zufolge blieben sie aber unverletzt. Zwei nachfolgende Tourengeher hatten die beiden Verunglückten aus den Schneemassen retten können.

Lawine forderte Todesopfer im Tiroler Unterland
Ein Todesopfer hat eine Lawine in Jochberg im Tiroler Unterland gefordert. Der 43-jährige in Salzburg wohnhafte Deutsche hatte das Schneebrett selbst ausgelöst, hieß es bei der Polizei.

Der 43-Jährige war in einer Gruppe von sechs Tourengehern auf den Schützkogel aufgestiegen. Er hatte die Gruppe angeführt. Bei der Abfahrt war er als erster in einen Westhang eingefahren. Dabei hatte er das 300 Meter lange und 80 Meter breite Schneebrett losgetreten.

Eine weitere Gruppe von Tourengehern konnte den Verschütten orten und aus den Schneemassen befreien. Sofort eingeleitete Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg.

Geretteter erliegt seinen Verletzungen
Jener deutsche Arzt, der aus einer Lawine im Tiroler Zillertal befreit worden war, ist in der Klinik in Innsbruck verstorben. Der 46-Jährige aus Ammersdorf war mit lebensbedrohlichen Verletzungen eingeliefert worden.

Der Deutsche hatte gemeinsam mit zwei anderen Tourengehern eine Skitour von Hintertux zum Spannaglhaus in Tux unternommen. Gegen 16.45 Uhr hatte sich im Bereich des so genannten Sommerweges auf etwa 1.900 Metern eine Lawine gelöst und den Tourengeher mitgerissen.

Der Arzt konnte schließlich von der Bergrettung aus den Schneemassen befreit werden. Mit dem Rettungshubschrauber wurde er in die Klinik nach Innsbruck geflogen, wo er seinen Verletzungen erlag.

(apa/red)