Drei neue Listen sammeln Unterschriften: Von Tierschutz bis Migration bei NR-Wahlen

TRP, DDÖ und plattform-direkt.at wollen antreten Wer Unterstützungen sammelt, kann kandidieren

Drei neue Listen sammeln Unterschriften: Von Tierschutz bis Migration bei NR-Wahlen © Bild: apa/Leodolter

Die Liste der Parteien, die bei der Nationalratswahl antreten wollen, ist um drei weitere Namen länger geworden. So sammeln derzeit die Tierrechtspartei (TRP) und die Migranten-Liste "Demokratische Diversität Österreichs" (DDÖ) Unterstützungserklärungen. Die "plattform-direkt.at" will nur in Wien kandidieren. Ihr Ziel ist es, über Gesetzesvorhaben im Nationalrat im Internet abzustimmen.

Die TRP will wenig überraschend dafür sorgen, dass auch der Tierschutz im Wahlkampf eine Rolle spielt. "Die anderen Parteien haben bereits sehr deutlich signalisiert, dass ihnen das Thema nicht wichtig genug ist, um es ernsthaft in ihre Wahlkampagnen einfließen zu lassen", heißt es in einer offiziellen Stellungnahme von Obmann Ralph Chaloupek. Langfristiges Ziel ist der Einzug ins Parlament, um dort Tierschutz, Tierrechte, Ökologie und soziale Anliegen vertreten zu können.

Als neue politische Bewegung sieht sich die DDÖ. Obmann ist Alexis Neuberg, Österreicher mit afrikanischen Wurzeln, stellvertretender Obmann der Wiener Integrationskonferenz und Gründer von Radio Afrika. Sein Anliegen ist eine entsprechende Vertretung im Hohen Haus für Migranten. Die DDÖ-Aktivitäten konzentrieren sich derzeit auf den Wiener Raum, im Wahlkampf setzt man mangels Budget auf freiwilliges Engagement.

"Die Macht geht vom Volke aus", lautet der Grundsatz der "plattform-direkt.at". "Es soll wieder der Wähler im Mittelpunkt stehen", so Luis Larch, einer der Initiatoren der Plattform. Mit dem Internet-Abstimmungsprinzip könnten sich die Menschen "eigenverantwortlich an politischen Entscheidungen beteiligen, egal welche Meinung sie vertreten". Keinen Platz will man allerdings jeglichen extremistischen Ideologien widmen, egal aus welcher Richtung. Platz auf der Liste gibt es genug. Jeder, der Unterstützungserklärungen sammelt, kann auch kandidieren.

(apa/red)