Die Wüste hinter sich gelassen: Hickers- berger zog nach Dubai-Trip positive Bilanz!

"Die Einstellung war für mich das Erfreulichste" Suboptimaler Trainingsplatz als Schönheitsfehler

Geht es nach Teamchef Josef Hickersberger, dann war das Teamcamp der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft in Dubai ein Erfolg. "Wir haben ein sehr gutes Trainingslager durchgezogen und dabei von der Atmosphäre innerhalb der Mannschaft profitiert, die auf Grund der Wettermeldungen aus Österreich noch besser wurde", schmunzelte der frühere Rapid-Meistermacher, dessen Spieler die Einheiten bei rund 25 Grad abspulten, während das Thermometer in der Heimat zeitweise bis zu 50 Grad weniger anzeigte.

Die angenehmen Witterungsbedingungen haben ihre Wirkung auf die Motivation der Kicker offenbar nicht verfehlt, denn Hickersberger zeigte sich damit sehr zufrieden. "Die Einstellung war für mich das Erfreulichste. Wir haben in vielen Einheiten sehr intensiv trainiert, dennoch haben die Spieler bis zum Schluss voll mitgezogen."

Doch ganz ohne kleine Schönheitsfehler lief es in Dubai nicht ab. Wie der Teamchef zugab, war der Rasenplatz "leider nicht ganz optimal", was wiederum in den Trainingspartien Mängel im Offensivspiel zur Folge hatte. "Das Spiel nach vorne hat in Dubai noch nicht nach Wunsch geklappt", sagte Hickersberger, betonte aber auch: "Ich weigere mich, auf Grund von Dubai von Problemen in der Offensive zu reden."

Vielmehr sei zu berücksichtigen, dass die Kicker am Anfang der Vorbereitung ihren Leistungszenit naturgemäß noch nicht erreicht haben. "Die Spieler können zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht in Form sein, von Hochform gar nicht zu reden. Aus diesem Grund haben wir auch kein Testspiel angesetzt, weil es den Spielern gegenüber unfair gewesen wäre."

"Noch nicht auf ein System festgelegt"
Statt eines Probematches ließ Hickersberger einige Spielformen ausprobieren. Den Stein der Weisen fand er dabei in punkto Taktik noch nicht, was dem 57-Jährigen aber kein Kopfzerbrechen bereitet. "Ich habe mich noch nicht auf ein System festgelegt, weil das von den Spielern, die uns zur Verfügung stehen, und von der Stärke der jeweiligen Gegner abhängig ist. Die taktische Flexibilität will ich mir nicht schon vorher nehmen."

Im Gegensatz zu seinen Spielern, die am Samstag aus Dubai abreisten, bleibt der 57-Jährige noch bis Sonntag in den Emiraten, von wo er nach Katar weiterfliegt, um die Semifinal-Partie der ÖFB-U19-Auswahl im Rahmen eines Acht-Nationen-Turniers am Montag in Doha zu sehen. Hickersbergers nächster Lehrgang mit dem A-Team steht nach Meisterschaftsende im Mai voraussichtlich im Burgenland auf dem Programm. Den Abschluss dieses Camps bildet ein Länderspiel gegen einen prominenten Gegner, möglicherweise Kroatien.

(apa/red)