Die Stadt Wien fördert ihre Forscher: NEWS & Stadt Wien küren innovativste Projekte

Die Stadt Wien fördert ihre Forscher: NEWS & Stadt Wien küren innovativste Projekte © Bild: BASF

Wien ist eine der ältesten Universitätsstädte Europas und damit schon immer eine Stadt des Wissens und der Forschung. Mit neun Universitäten und fünf Fachhochschulen sowie über 900 außeruniversitären Forschungsinstituten bietet die Stadt eine vielfältige Forschungslandschaft.

Forschungsförderungen der Stadt Wien

Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung

Verein zur Förderung interdisziplinärer Forschung

Gesellschaft zur Förderung von Wissenschaft und Forschung

Förderung von Forschung und Technologie in Österreich

Seit 1997 hat Österreichs Hauptstadt rund 400 Millionen Euro in Forschung- und Technologieprojekte investiert, mit dem Schwerpunkt auf Stärkefelder wie Life Sciences, Creative Industries, Informations- und Kommunikations- technologien sowie Verkehr und Logistik. Die Wiener Forschungsquote von über drei Prozent hat bereits das EU-Ziel für 2010 überschritten.

Wiens Position als mitteleuropäische Forschungshauptstadt wird durch Statistiken eindrucksvoll belegt: mit über zwei Milliarden Euro werden 43 Prozent der österreichischen Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Wien getätigt. Zirka 45 Prozent der in der Forschung tätigen Personen sind in über 1.000 Wiener Forschungsstätten beschäftigt. Die Wiener Forschungsquote hat mit 3,32 Prozent das Lissabon-Ziel der EU bereits überschritten. Auch die Erfolge Wiens in den europäischen Forschungsrahmenprogrammen sind beeindruckend: 52 Prozent der im sechsten EU-Forschungsrahmenprogramm geförderten österreichischen Projektbeteiligungen stammen aus Wien.

Wiener Wirtschaftsförderungsfonds:
26 Jahre erfolgreiche Wirtschaftsförderung in Wien

Der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) feierte am 11. Dezember sein 26-jähriges Bestehen. In den vergangenen Jahren hat der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds wesentlich zur Stärkung der Wiener Wirtschaft beigetragen. 90.000 neu geschaffene beziehungsweise gesicherte Arbeitsplätze, die Neuansiedlung von 1.200 Betrieben, Förderungen für über 18.000 Unternehmen mit 500 Millionen Euro bestätigen die erfolgreiche Bilanz.

Neu errichtetes "Kompetenzzentrum für NeuzuwanderInnen"
Im Rahmen des Projekts "Kompetenzzentrum für Neuzuwanderinnen und Neuzuwanderer" werden Migrantinnen und Migranten - um ihnen einen optimalen Jobeinstieg zu ermöglichen - bei der Anerkennung ihrer im Ausland erworbenen Ausbildung unterstützt. Dadurch wird das große Potenzial, das Migrantinnen und Migranten schon aufgrund ihrer sprachlichen und interkulturellen Kompetenz für den Wirtschaftsstandort Wien mitbringen, schnellstmöglich genutzt.

6 Jahre INiTS - 61 erfolgreiche Start-ups
Seit fast sechs Jahren unterstützt die INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen der Wiener Universitäten und Fachhochschulen bei der Unternehmensgründung. Seit der Gründung im Jahr 2002 wurden 51 Gründungsvorhaben aufgenommen, aus denen sich bisher über 320 neu geschaffene Arbeitsplätze entwickelt haben. 43 Patente wurden erteilt beziehungsweise eingereicht. Die INiTS Universitäres Gründerservice Wien GmbH liefert damit einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Wien.

Erstes Mingo-Bürozentrum des WWFF
In seinen ersten Mingo-Büros in der Mariahilferstraße 136 bietet der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) Wiener Kleinbetrieben, Gründerinnen und Gründern, Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern sowie Neuen Selbstständigen modern und funktionell ausgestattete Kleinbüros ab 15 Quadratmetern zu günstigen Konditionen an. Dazu gibt es umfassende Unternehmensbetreuung. Der Name Mingo steht dabei für das Motto "Move in and grow".

Die Wiener Forschungs-, Technologie- und Innovationsstrategie
Ein Jahr lang wurde intensiv an Zukunftskonzepten für den Forschungs-, Technologie- und Innovationsstandort Wien gearbeitet. Konkrete Zielsetzungen und Maßnahmen in fünf Handlungsfeldern sind das Ergebnis des Strategieprozesses, an dem maßgebliche Akteurinnen und Akteure aus Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und Stadtverwaltung mitgewirkt haben. Das erarbeitete Strategiepapier gibt die Richtung bis 2015 vor.

Arbeit ohne Wert? - Studie über Praktika im Hochschulbereich
Die Plattform Generation Praktikum, die 2006 von der Wiener Sozialwissenschafterin Anna Schopf initiiert wurde, macht in ihrer aktuellen Studie auf die Situation von Praktikantinnen und Praktikanten in Österreich aufmerksam. Die Ergebnisse zeigen, dass Praktika von Studierenden sowie von Absolventinnen und Absolventen in verstärkt atypisch geprägten Branchen zu einem Drittel unbezahlt und oftmals im arbeitsrechtlichen Graubereich stattfinden.

Förderungen bis 2013 festgelegt
Der Nationale Strategische Rahmenplan Österreichs für die Strukturfondsperiode 2007-2013 - "STRAT.AT" - wurde am 4. April 2007 von der Europäischen Kommission genehmigt. Im Rahmenplan erläutern die österreichischen Behörden die geplante Verwendung der für den siebenjährigen Programmplanungszeitraum zur Verfügung gestellten EU-Finanzmittel in Höhe von 1,461 Milliarden Euro. Diese Finanzmittel sollen für Investitionen zur Förderung von Wachstum und zur Schaffung von Arbeitsplätzen in den Landesregionen verwendet werden.

Österreich auf Platz Zwei
Europas innovativste Unternehmen sind in Deutschland und Österreich. Mit Kundinnnen und Kunden beziehungsweise mit Lieferantinnen und Lieferanten wird häufiger kooperiert als mit Universitäten und öffentlichen Forschungseinrichtungen. Zu diesem Ergebnis kommt die vierte Innovationserhebung der Gemeinschaft. 42 Prozent der Unternehmen in Industrie und Dienstleistungen der EU gaben im Zeitraum 2002 bis 2004 eine Innovationstätigkeit ab. Österreich liegt, nach Deutschland, auf Platz zwei.

Aktuelles, erfolgreiches Projekt:
Music Worms - Musik sichtbar machen

Gerhard Widmer mag Musik, aber: "Der reine Notentext, mechanisch gespielt, klingt in der Regel scheußlich. Gespielte Musik besteht aus Abweichungen von und Ergänzungen zu der Notation - gerade darin liegt ihr Reiz." Friedrich Gulda spielt Beethoven anders als Glenn Gould oder Martha Argerich. Musikalische Interpretation heißt das Phänomen. Es beschäftigt Gerhard Widmer seit 1998 im Rahmen des vom Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) geförderten Projektes "Interfaces to Music (I2M)" am Österreichischen Forschungsinstitut für Artificial Intelligence.
Artificial Intelligence visualisiert Musik

Die Pianistin oder der Pianist soll künftig jedoch nicht durch Computer ersetzt werden. Gerhard Widmer will mit seinem Team herausfinden, was ausdrucksvolle Musikinterpretation ausmacht: ob es Regelmäßigkeiten und eindeutige Unterscheidungsmerkmale zwischen einzelnen Pianistinnen oder Pianisten gibt.

Technik kommt zum Einsatz
Computer helfen, Muster und allgemeine Prinzipien in Aufnahmen von Musikerinnen und Musikern zu entdecken und zu quantifizieren. Dabei kommen Methoden der Artificial Intelligence zum Einsatz oder werden neu entwickelt, wie zum Beispiel Computermodelle des Musikhörens, lernfähige Computerprogramme, Methoden der Mustererkennung und des Data Mining. Visualisierung macht schließlich Musik sichtbar: ein "Wurm", der sich über den Bildschirm schlängelt, lässt die Spielweise der Interpretin oder des Interpreten nicht nur hören sondern auch sehen.

Was eigentlich als Grundlagenforschung begann, hilft heute, Musik zu verstehen und ganz neue Zugänge zu ihr zu finden. Bisher konnte man nur Gemälde beliebig lang betrachten. Gelebte künstliche Intelligenz macht es nun möglich, auch das hochkomplizierte Gebilde Musik, das in der Zeit abläuft und gehört werden muss, sichtbar darzustellen. Musik kann jetzt auf neue Weise vermittelt, gelehrt und auch kreativ geformt werden – kurz, neue Formen der Interaktion mit Musik sind möglich.

Machen Sie mit beim aktuellen Projekt „Wiener Zukunftspreis 2008“! Reichen Sie ihre Ideen ein unter zukunftspreis@news.at .

Die ganze Story finden Sie im aktuellen NEWS.

Quelle: Redaktion, wien.gv.at/forschung