In der Nordsee ist ein Milliardenprojekt zur Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien geplant. Neun Nordsee-Anrainerstaaten, darunter auch Deutschland, wollen ihre Ökostromprojekte bündeln, heißt es unter Berufung auf Berliner Regierungskreise. Wind-, Sonnen- und Wasserkraftwerke sollen mit einem Hightech-Stromnetz verbunden werden.
Den Informationen der "Süddeutschen Zeitung" zufolge sollen tausende Kilometer Hochspannungs-Unterseekabel in der Nordsee Windparks auf hoher See vor der deutschen und britischen Küste mit Wasserkraftwerken in Norwegen, Gezeitenmeilern an der belgischen und dänischen Küste sowie Wind- und Solaranlagen auf dem europäischen Festland verbinden. Zu den Gründern der Initiative zählen laut "Süddeutscher Zeitung" Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Belgien, Dänemark, die Niederlande, Irland, Luxemburg und Norwegen. Bereits im Dezember hätten Vertreter dieser Länder in Irland eine eingehende Zusammenarbeit beschlossen. Die Kosten könnten Experten zufolge bei bis zu 30 Milliarden Euro liegen.
Nach Angaben des deutschen Bundeswirtschaftsministeriums soll die Initiative noch in diesem Monat mit ersten Treffen von Arbeitsgruppen starten, wie die "SZ" berichtete. Im ersten Quartal 2010 solle dann ein "höherrangiges Treffen" folgen, sagte ein Ministeriumssprecher der Zeitung. Auch führende europäische Energieversorger und Netzbetreiber sollten an den Verhandlungen teilnehmen. Bis zum Herbst wollen die beteiligten Regierungen laut "SZ" eine Absichtserklärung unterzeichnen und einen Zeitplan für die Realisierung des Projekts erarbeiten.
(apa/red)