Die Hintergrund-Info: Der Feinstaub besteht aus vielen und extrem kleinen Partikeln

Ursache nicht klar. Anteil des Verkehrs ist umstritten

Bei Feinstaub handelt es sich um extrem kleine, mit dem freien Auge nicht sichtbare Partikel (PM 10, unter einem Tausendstel Millimeter Korngröße). Über die Verursacher scheiden sich die Geister - der Anteil des Verkehrs wird von 30 bis 70 Prozent beziffert. Umstritten ist auch, wie viel beim Verkehr über den Auspuff, vom Reifenabrieb und indirekt durch Aufwirbelung produziert wird.

Einen PM 10-Grenzwert gibt es in Österreich seit der Novelle des Immissionsschutzgesetzes Luft 2001. Der Tagesmittelwert von 50 Mykrogramm darf an einer begrenzten Anzahl von Tagen überschritten werden, bislang an 35 - analog der EU-Richtlinie -, seit 1.1.2005 an 30 Tagen. Wird diese Marke erreicht, müssen von den Gebietskörperschaften entsprechende Maßnahmen ergriffen werden. Für den Bereich Verkehr sieht der Gesetzgeber beispielsweise Tempolimits und Fahrverbote vor, wobei es in der Steiermark seit 2004 saisonal Temporeduktionen in eingeschränktem Umfang sowie verschiedene Förderaktionen gibt.

Besonders in Beckenlagen wie im Grazer Raum, aber auch in den Städten der West-, Ost- und Südsteiermark werden wiederholt massive und lange dauernde Überschreitungen festgestellt. Auch in Kärnten, Osttirol und Wien kommt es wiederholt zu Überschreitungen.

Direkte Auswirkungen auf den Organismus sind durch Feinstaub nicht nachgewiesen, wohl aber gilt er als "Förderfaktor": Die Belastung schädige mittelfristig die Lungenselbstreinigung und begünstige die Entzündungsbereitschaft. Vor allem bei einer einschlägigen Prädisposition, sprich Vorschädigung, könne dann der Feinstaub sehr wohl gefährlich werden, heißt es von Medizinern.

(apa/red)

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