Die Admira kommt nicht zur Ruhe: Roman Wallner wurde zu den Amateuren versetzt!

Weil er sich gegenüber Coach nicht zu Klub bekannte<br>Chaos: Verein darf nicht ins Leistungszentrum PLUS: Südstädter beginnen die Mission Klassenerhalt

Stürmer Roman Wallner ist am Donnerstag beim T-Mobile Fußball-Bundesligisten Nordea Admira von Trainer Robert Pflug in das Amateurteam versetzt worden. Der Coach will nun Klub-Obmann Majid Pishyar über diesen Schritt informieren. Laut Pflug wird der 20-fache österreichische Internationale wohl nicht in das voraussichtlich ab 20. Jänner beginnende Admira-Trainingslager in Dubai mitfliegen.

Pflug: "Ich habe Roman Wallner wie alle unsere Spieler gefragt, ob er bereit ist, für die Admira im Abstiegskampf alles zu geben und ob er sich zur Admira bekenne. Das konnte er nicht mit 'Ja' beantworten", begründete der Trainer seine Entscheidung. Über seinen Pressesprecher Robert Scholz ließ Wallner per Aussendung vermelden, dass sein Verhalten bei der gestellten Frage mit den seit mehreren Monaten ausständigen Spielergehältern zusammen hänge.

Wallners Manager Hannes Egger meinte dazu: "Weder aus menschlicher noch aus sportlicher Sicht ist diese Entscheidung nachvollziehbar. Roman hat sich trotz mehrmaliger Provokationen seitens Pflug stets korrekt, sportlich und loyal zur Admira verhalten." Wallner fühlt sich laut Aussendung topfit und sieht sich auf Grund der aktuellen Entwicklung gezwungen, über seine sportliche Zukunft bei der Admira ernsthaft nachzudenken.

Miet-Schulden: Aus Leistungszentrum ausgesperrt
Fußball-Bundesligist Admira hat am Freitag zwar die Zahlung der ausständigen Gehälter an die Spieler für kommende Woche angekündigt, die Niederösterreicher sind jedoch auch mit der Miete im Rückstand, was nun zu einem teilweisen Trainingsverbot in der Südstadt geführt hat. Wie der stellvertretende Hausverwalter des Leistungszentrums, Steffen Kriechbaum, am Freitag gegenüber der APA - Austria Presse Agentur bestätigte, dürfen die Spieler des Tabellenletzten derzeit keine Einrichtungen im Leistungszentrum (Kraftkammer, Warmwasserbecken, etc.) benutzen.

"Das geht nun schon sicher ein Jahr so. Es wird solange nicht gezahlt, bis wir ein Trainingsverbot aussprechen. Dann kommt wieder ein Bote, der die Rechnungen bar begleicht", erklärte Kriechbaum. "Die derzeit offenen Mietrückstände sollen bereits überwiesen worden sein. Ist das der Fall, können die Spieler wieder normal trainieren."

(apa)