Dezember 2005: Inflation liegt im Jahresabstand weiter bei 1,6 Prozent

Anstiege bei Treibstoffen und Energie schwächer

Die Inflationsrate in Österreich für den vergangenen Dezember 2005 beträgt im Jahresabstand 1,6 Prozent. Damit lag die Jahresteuerung nach Berechnungen der Statistik Austria auf dem selben Niveau wie im November-Jahresvergleich und merklich unter den Inflationsraten der Monate davor (Oktober 2,0 Prozent, September 2,4 Prozent).

Im Jahresabstand fielen zwar die Teuerungen für die Bereiche Wohnen, Wasser, Energie und Verkehr deutlich ins Gewicht. Diese Faktoren machten im Dezember aber nur noch die Hälfte der Gesamtinflationsrate aus, im September waren es noch zwei Drittel gewesen, wie die Statistik Austria heute, Donnerstag, mitteilte.

Im Monatsabstand gab es einen Anstieg: Allein gegenüber dem Vormonat November stiegen die Preise um 0,4 Prozent, geht aus Berechnungen der Statistik Austria hervor. Der Indexstand des Verbraucherpreisindex (VPI) für den Monat Dezember 2005 beträgt 111,3 (2000 = 100).

Dezember-Inflation der Eurozone auf 2,2 % gesunken
Die jährliche Inflationsrate der Eurozone ist im Dezember des Vorjahres leicht gesunken. Sie betrug 2,2 Prozent, gegenüber 2,3 Prozent im November, wie das EU-Statistikamt Eurostat am Donnerstag mitteilte. Im Dezember 2004 hatte die Teuerungsrate bei 2,4 Prozent gelegen. Auch in der gesamten EU ging die durchschnittliche Inflationsrate im Dezember auf 2,1 Prozent zurück, gegenüber 2,2 Prozent im November.

Die niedrigsten jährlichen Raten wurden in Polen (0,8 Prozent), Finnland (1,1 Prozent), Schweden (1,3 Prozent) und Zypern (1,4 Prozent) registriert, die höchsten in Lettland (7,1 Prozent), der Slowakei (3,9 Prozent) Spanien (3,7 Prozent) und Estland (3,6 Prozent). In Österreich lag die Inflationsrate bei 1,6 Prozent.

Die niedrigsten Durchschnittswerte über zwölf Monate verzeichneten Finnland und Schweden (jeweils 0,8 Prozent), die Niederlande (1,5 Prozent), Tschechien (1,6 Prozent) und Dänemark (1,7 Prozent). Die höchsten Werte wurden von Lettland (6,9 Prozent), Estland (4,1 Prozent), Luxemburg (3,8 Prozent), Griechenland und Ungarn (beide 3,5 Prozent) gemeldet.
(apa)