Deutscher nach zwei Nächten im Freien in Tirol geborgen: Verletzt und unterkühlt!

War mit Schneeschuhen rund 300 Meter abgestürzt

Zwei Nächte im Freien hat ein deutscher Urlauber nach einem mehr als 300 Meter Absturz im Grenzgebiet zwischen Bayern und Tirol überlebt. Am Montagnachmittag konnte der 30-jährige Schneeschuhwanderer schließlich schwer verletzt und stark unterkühlt von der Bergrettung geborgen werden.

Der Deutsche aus Düsseldorf war nach Angaben der Polizei während einer mehrtägigen Schneeschuhwanderung im Bereich Bächental / Fall, im Tiroler Gemeindegebiet Eben am Achensee, am Samstagnachmittag 30 Meter im freien Fall in die Tiefe gestürzt und weitere 300 Meter entlang einer Steilrinne gerutscht. Trotz Rückenverletzung und Rippenfraktur hatte der Mann sein Zelt aufgebaut und darin bis zum Montagnachmittag biwakiert.

Nachdem seine Freundin am Montag eine Abgängigkeitsanzeige erstattet hatte, konnte der Mann schließlich am Nachmittag, nach einer groß angelegten Suchaktion der Bergrettung Achenkirch und der Bergwacht Lenggries (Bayern), stark unterkühlt auf deutschem Staatsgebiet, im Bereich des Larchkogels, geborgen werden. Die Besatzung eines alarmierten Notarzthubschraubers flog den Schwerverletzten nach der Erstversorgung in die Klinik nach Innsbruck.

(apa)