Deutscher wegen Babyhandels in Peru fest- genommen: Kopf von internationaler Bande?

Mann soll Kinder im Internet angeboten haben

Ein Deutscher ist in Peru zusammen mit seiner einheimischen Frau wegen des Verdachts des Handels mit Neugeborenen festgenommen worden. Der 36-Jährige sei nach Erkenntnissen der Polizei der Kopf einer international tätigen Bande, berichteten nationale Medien am Freitag.

Die Babys seien im Internet für jeweils 17.300 Euro zum Kauf angeboten worden. Im Preis inbegriffen sei eine gefälschte Geburtsurkunde gewesen, in der die Säuglinge als leibliche Kinder der Käufer ausgegeben wurden.

Die Babys stammten meist von sehr jungen Müttern aus ärmlichen Verhältnissen, denen der Deutsche die Krankenhauskosten zahlte, um im Gegenzug die Neugeborenen zu erhalten. Insgesamt soll das Ehepaar etwa 20 Kinder vorwiegend ins Ausland verkauft haben.

Den Festnahmen seien achtmonatige Ermittlungen vorausgegangen, nachdem die Polizei eine Deutsche bei dem Versuch der Ausreise mit einem der gekauften Babys festgenommen habe. Die Frau habe wichtige Hinweise gegeben.
(apa)