Bettina S. musste acht Jahre lang wie eine Sklavin in Bosnien leben. Sie wurde gedemütigt, gequält und geschlagen. Nun sind neue grausame Detail in dem Fall ans Licht gekommen. In einem Horror-Protokoll erzählt sie der Polizei, was ihr Stiefvater und seine Frau der 19-Jährigen angetan haben. Das Ehepaar wurden mittlerweile angeklagt - wegen grausamer Freiheitsberaubung.
Ihre leibliche Mutter hat Bettina S. als Kind bei Milenko und Slavojka M. gelassen. Der Stiefvater und seine Frau sollen das Mädchen acht Jahre lang misshandelt haben. Der "Bild"-Zeitung liegen nun die Aussagen von Bettin S. zu ihrem Martyrium vor: "Als ich 15 oder 16 war, haben sie mich zur Seite gestoßen und angefangen, mich zu verprügeln", erzählt die 19-Jährige gegenüber der Polizei.
Hundefutter gegessen
Die junge Frau musste oft tagelang hungern. Manchmal stahl sie Essen von ihrem Stiefvater, einmal aß sie aus Verzweiflung sogar Hundefutter, wie die "Bild" berichtet. "Ich bekam nichts zu essen und so war ich andauernd hungrig. Ich nahm daher dem Hund etwas weg, doch dann schlug mich Monika
(die Stiefschwester, Anmerkung d. Red.)
mit einem Stab, weil ich doch das Essen des Hundes genommen hatte."
Ihre Peiniger hätten gedroht, sie umzubringen, wenn sie der Polizei etwas erzählt, sagt Bettina S. aus. Sie wünsche sich nun nichts sehnlicher als nach Deutschland zu kommen.
Die Polizei bewacht das Opfer rund um die Uhr, weil sie einen Racheakt der Familie befürchten.
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"Bild"