Der Ruf nach mehr Konditionsschinderei:
Aufhauser fordert "härteste Vorbereitung"

Salzburger will in Einheiten bis zur EM "Gras fressen" ÖFB-Auswahl muss im Spiel mehr Pausen einlegen

Der Ruf nach mehr Konditionsschinderei:
Aufhauser fordert "härteste Vorbereitung" © Bild: Reuters/Zolles

Rene Aufhauser kann mit der momentanen Konditions-Schinderei im Trainingslager auf Sardinien offenbar gut leben. "Es ist sehr gut durchdacht, dass wir jetzt intensive Einheiten haben. Außerdem haben wir genügend Pausen, in denen wir uns erholen können", sagte der Steirer und meinte im Hinblick auf die zumindest in trainingstechnischer Hinsicht noch relativ lange Zeit bis zur EURO: "In zwei, drei Wochen wären solche Einheiten zu viel."

Der 31-Jährige versäumte wegen einer Wadenverletzung den Großteil der Frühjahrssaison mit Salzburg. "Aber mir war es wichtig, hundertprozentig fit zu sein und das Comeback nicht über den Zaun zu brechen, nur damit ich ein, zwei Spiele mehr habe. Ich glaube, ich habe Erfahrung genug, dass ich damit umgehen kann."

Nach eigenen Angaben hat Aufhauser die durch seine Blessur verloren gegangene Fitness zum Großteil wieder aufgeholt. Das sei auch dringend notwendig, denn ohne körperliche Top-Verfassung werde man bei der EM nicht reüssieren können. "Ich will, dass das die härteste Vorbereitung wird, denn bei der EM müssen wir intensive Leistungen abliefern, sonst können wir nicht bestehen", betonte der 49-fache Internationale (10 Tore) und forderte, das Team müsse in den Einheiten bis zur EURO "Gras fressen".

Der Rückfall in den jüngsten Länderspielen gegen die Niederlande und Deutschland liegt für Aufhauser allerdings nicht in physischen Mangelerscheinungen begründet. "Wir sind in der Liga nicht gewohnt, in kürzeren Zeiträumen die Belastungen zu wechseln. Im Team betreiben wir einen Riesen-Aufwand und das schaut auch super aus, doch wir sollten uns auch Pausen nehmen. So wie wir gegen die Holländer gespielt haben, kann man das nicht einmal 60 Minuten aushalten."

Kein reiner Sturmlauf mehr
Diesbezüglich stehe das Team vor einem Lernprozess. "Wir werden die Spiele bei der EURO sicher ähnlich anlegen wie gegen Deutschland und Holland, aber auch mit Pausen." Durch mögliche Pfiffe einzelner Zuschauer, die einen permanenten Sturmlauf fordern, dürfe man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. "Dem Publikum fehlt dafür vielleicht ein bisschen das Verständnis. Wir müssen lernen, damit umzugehen."

Dieser Meinung schloss sich auch Joachim Standfest an und ergänzte mit Blick auf das Match gegen die "Oranjes": "Da waren wir noch nicht clever genug. Aber es wird uns sicher nicht mehr passieren, dass wir 3:0 führen und noch vier Tore bekommen."

(apa/red)

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