Der Prediger des Zorns

Der Prediger des Zorns

Der heilige Hass: Zwölf Mohammed-Karikaturen entfachen einen Flächenbrand. So inszenierte ein Prediger den Kulturkrieg. KULTURKAMPF: Ein 60-Jähriger Imam führt die Moslems in den Karikaturenkampf gegen den Westen.

Die Geister, die er rief, sind völlig außer Kontrolle geraten: Trotzdem bleibt Imam Ahmed Abu Laban hart: Während sich eine Welle ungezähmten Hasses von Muslimen um den Globus wälzt, Botschaften attackiert werden, Fahnen brennen, Menschen getötet werden, zieht er seinen Konfrontationskurs durch. Der Vorbeter einer Moschee im Norden Kopenhagens predigte auch vergangenen Freitag vor einer vollen Moschee: „Ich werde niemals einem Kompromiss zustimmen“, tobte er,
„die Karikaturen des Propheten waren eine zu schwere Beleidigung.“

Abu Laban ist Vorsitzender der Dänischen Islamischen Gemeinschaft, einer als besonders radikal bekannten muslimischen Gruppierung. Die Moschee befindet sich in einer aufgelassenen Fabrikshalle im Stadtteil Dortheavej. Früher waren die Reihen dünn besetzt. „Seit ‚es‘ begann, rennen mir die jungen Leute die Türe ein“, sagt der 60-jährige gebürtige Palästinenser nicht ohne Genugtuung. Abu Laban ist eine – vielleicht die – Schlüsselfigur in dem zum Karikaturenkrieg ausgearteten Konflikt um zwölf Mohammed-Zeichnungen in einer dänischen Zeitung.

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