Seit sieben Wochen reißt sich Dolly Buster den sprichwörtlichen Hax'n aus, um dem "Dancing Stars"-Publikum freitags (20.15 Uhr, ORF eins) "eine geile Show" zu liefern. Wiewohl sich die Erotik-Unternehmerin mit der Wespentaille selbst als "notorische Nicht-Tänzerin" bezeichnet, hätte man der ehemaligen Horizontal-Cineastin mehr Rhythmusgefühl zugetraut. Der großen Beliebtheit der 42-Jährigen tut ihr steifer Tanzstil jedoch keinen Abbruch. Buster punktet mit Natürlichkeit und Humor und hat beste Chancen, ihre heiß geliebte Hebefigur bis ins Finale am 18. Mai zu machen.
NEWS:
Wie verkraften Sie es als "zwanghafte Perfektionistin", wegen Ihres Tanzstils jede Woche so hart kritisiert zu werden?
Dolly Buster:
Ich habe mich auch von Anfang an als notorische Nicht-Tänzerin bezeichnet, insofern passt das schon. Letztlich kommt die Kritik nicht von mir, sondern von der Jury. Ich tanze vielleicht nicht so übel wie behauptet, aber definitiv schlechter als die anderen.
NEWS:
Dennoch tut das Ihrer Beliebtheit keinen Abbruch. Die Österreicher wählen Sie jede Woche weiter. Woran liegt's?
Buster:
Ich versuche eine gute Show zu liefern und mein Bestes zu geben. Natürlich ist mein Bestes nicht das von Petra Frey, sie hat eine ganz andere tänzerische Qualität. Die Zuschauer merken, dass ich mein Limit erreicht habe. Ich verarsche niemanden ich bin einfach so gut, wie ich kann. Das ist der Grund, warum die Österreicher so lieb sind und für mich anrufen.
NEWS:
Sind Sie froh, dass Sie durch "Dancing Stars" plötzlich ein neues Image haben?
Buster:
Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich in Österreich die Möglichkeit bekommen habe, mich zu zeigen, wie ich tatsächlich bin. In Deutschland wurde lange Zeit eine Dolly Buster präsentiert, wie sie die Medien sehen wollten: eine Frau, die belächelt wird und nicht mehr zu bieten hat als ein tiefes Dekolleté, der Rest ist Trash. Der ORF gab mir die Möglichkeit, unverfälscht zu sein. Das ist die Überraschung für die Zuschauer sie haben jemand anderen erwartet.
NEWS:
Ihr bescheidenes Ziel war es, nicht als Erste aus der Show zu fliegen. Nun sind Sie sieben Wochen dabei Tendenz: Finale. Wollen Sie gewinnen?
Buster:
Ich möchte so weit kommen, wie mich das Publikum lässt. Ich kann mich nicht mit den anderen Tänzern messen. Sie haben fast alle einen musikalischen Hintergrund und Rhythmusgefühl. Ich bin außerdem die Einzige, für die keiner aus dem Familien- und Freundeskreis anruft.
NEWS:
Verstehen Sie die Verwunderung darüber, dass Sie sich als ehemalige Erotik-Cineastin überraschend steif bewegen?
Buster:
Ja, das kann ich nachvollziehen. Ich würde es umgekehrt vermutlich selbst nicht verstehen. Dabei bin ich gar nicht unbeweglich, nur beim Tanzen, das sind eben zwei Paar Schuhe. Ich habe mich früher nie für Tanz interessiert. Das ist absurd, weil mein Freund Profitänzer war. Er hat mir nie Schritte beigebracht, weil er meine Haltung dem Tanzen gegenüber nicht teilte. Er meinte, ich würde es nicht ernst nehmen. Das ist mittlerweile ganz anders.
NEWS:
Wie gefällt ihm Ihr Tanzstil?
Buster:
Na ja, er bleibt höflich. Meinen Tanzstil kommentiert er nicht, seine Bewertung gilt für die gesamte Show und die findet er super.
NEWS:
Hat das Training Ihren Körper und Ihre erotische Ausstrahlung verändert?
Buster:
Diese Woche ist gerade sehr hart. Ich habe kaum geschlafen und viel trainiert, obwohl ich mir beim Gruppentanz eine Rippe geprellt habe. Es tut bei jeder Bewegung weh, sogar beim Atmen. Ich fühle mich momentan doppelt so alt, wie ich bin.
NEWS:
Wie harmonisch läuft es mit Ihrem Tanzpartner Gerhard Egger?
Buster:
Wir haben am Anfang ein bisschen gebraucht. Jetzt läuft es sehr gut. Gerhard ist wirklich verständnisvoll und stellt sich komplett auf mich ein. Er weiß, dass es sinnvoll ist, das mit mir zu tanzen, was mir liegt. Mich kann man nicht brechen.
Kommentare
Dolly ist bezaubernd !!!