Dancing Stars von

Frenkie Schinkels "polarisiert"

Der Ex-Fußballtrainer soll der neue Toni Polster des Tanzparketts werden

Dancing Stars - Frenkie Schinkels "polarisiert" © Bild: NEWS/Zach-Kiesling

Der 49. Geburtstag signalisiert, dass der folgende runde noch weit ist. Entsprechend wohlgelaunt empfängt Frenkie Schinkels NEWS zum Jubeltag in seinem Haus nahe St. Pölten. „Darf ich vorstellen, das ist meine Frau, nicht meine Mutter!“ Das sind die Pointen, die manche am ehemalige Austria-Kicker und Fußballtrainer schätzen. Vor allem, wenn der Niederländer mit Überdosen seine Fußballkommentare für den ORF würzt. Gattin Romana, 43, reagiert abgeklärt. Mit ihr, dem gemeinsamen Sohn und den vier Töchtern aus erster Ehe führt Schinkels ein beschauliches Dasein. Am 9. März ist es damit vorbei.

Da setzen sich die Dancing Stars wieder in Bewegung, und Schinkels soll der neue Toni Polster werden. Mit ernsterer Lebensgeschichte freilich: Seine erste Frau verunglückte bei einem Autounfall. Er war allein für die Kinder verantwortlich und erkrankte schließlich an Burnout. So hat seine für Oktober angekündigte Biografie „Immer aufstehen“ therapeutischen Wert. Nur den Humor hat der vierfache Großvater nie verloren.

NEWS: Was hat Sie daran gereizt, bei „Dancing Stars“ mitzumachen?
Frenkie Schinkels: Ich mache gerne Entertainment, ob als Analytiker oder mit Toni Polster am Tisch 4 beim Heurigen.

NEWS: War die Gage auch eine Motivation?
Schinkels: Es ist sicher kein Nachteil, dass das Tanzen als Job bezahlt wird. Man will ja auch gut unterhalten und viel dafür tun, die Zuschauer nicht zu enttäuschen.

Viele Ehen waren nach der Show in Gefahr
NEWS: Haben Sie sofort zugesagt?
Schinkels: Meine Frau hatte anfangs ein Problem mit meiner Teilnahme. Weil viele Ehen nach der Show in Gefahr waren, so wie die von Toni Polster. Wir haben uns geeinigt: Wenn ich bei „Dancing Stars“ mitmache, muss ich die Sicherheit haben, am Abend nach dem Training kein langes Gesicht von ihr zu sehen. Wenn ich meinen Schädel voll mit Problemen und negativer Energie habe, kann ich mich nicht konzentrieren. Was ist, wenn ich mit roten Lippen nachhause komme, weil ich einen roten Schlecker gegessen habe und meine Frau glaubt, ich habe geschmust statt getanzt? Das geht nicht.

NEWS: Gefällt es Ihnen, als neuer Toni Polster bezeichnet zu werden?
Schinkels: Die Show passt zu Typen wie Polster, Andi Goldberger und mir, weil wir uns nicht zu ernst nehmen. Ich habe keine Berührungsängste mit der Kamera. Man hätte nie geglaubt, dass Toni ins Finale kommt. Es geht bei „Dancing Stars“ ums Tanzen, um Sympathie, Spaß und dar um, wer sich am besten mit dem Partner versteht, ohne schwanger zu werden.

NEWS: Haben Sie als Sportler einen Startvorteil bei der Show?
Schinkels: Ich bin fit, gehe viermal die Woche trainieren und laufen. Aber darum geht es nicht bei „Dancing Stars“. Das hat man ja bei Maite Kelly gesehen, die in Deutschland „Let’s Dance“ gewonnen hat. Sie hatte so 240 Kilo, war aber total beweglich. Es ist wurst, ob man schon topfit hinkommt, es geht ums Tanzen, um das Gefühl in den Hüften.

NEWS: Was ist Ihre Geheimwaffe?
Schinkels: Ich bleibe mir treu. Man kann mir nicht beibringen, dass ich beim Tanzen steif stehen muss und nicht lachen darf.

Ich habe kein Problem damit, zu polarisieren
NEWS: Wie gefallen Ihnen die Tanzoutfits?
Schinkels: Die sind ungewohnt. Meine Kinder haben gelacht. Ich habe kein Problem damit, zu polarisieren. Die einen werden über mich sagen, schau dir den Koffer an, die anderen meinen, das ist super. Wenn man nur versucht, anderen nach dem Mund zu reden, ist man nicht authentisch und verliert.

NEWS: Treten Sie mit dem Leistungsdenken eines Sportlers an, um zu gewinnen?
Schinkels: Ich gehe den Mittelweg. Wenn man als Sportler nur mitmachen würde, um dabei zu sein, hätte ich gleich Nationalmannschaftstrainer werden können.

NEWS: Sie haben in Ihrem Leben unglaubliche Rückschläge einstecken müssen. Wie schafften Sie es, trotzdem positiv zu bleiben?
Schinkels: Das war nicht immer so. Einen Monat nach dem Unfall meiner ersten Frau habe ich gedacht, der Bacardi ist mein bester Freund. Man wird jeden Tag mit Schädelweh munter, aber die Probleme bleiben. Da muss man selbst herausfinden.

NEWS: Wie haben sich diese Lebensprüfungen auf Ihre Ehe ausgewirkt?
Schinkels: Das verbindet unheimlich. Nach nur sechs Monaten bin ich mitsamt meinen vier Kindern mit Romana zusammengezogen. Die Leute haben natürlich geredet: Was, der hat schon eine Neue? Wir waren verliebt, aber Romana musste gleich eine Mutter für meine Kinder sein. Wir waren in 14 Jahren Ehe in Gedanken schon dreimal beim Scheidungsrichter. Seit ein paar Jahren verstehen wir uns viel besser, wir reden mehr. Wir haben nicht immer die gleichen Interessen, aber unsere Basis ist Vertrauen. Sie vertraut mir, ich ihr nicht.

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