Der ehemalige Kapitän der "Costa Concordia" fährt wieder Boot und bringt sich dadurch erneut in Schwierigkeiten: Francesco Schettino hat mit dem Motorboot seines Anwalts einen unerlaubten Ausflug gemacht. Dabei wurde der Ex-Kapitän fotografiert. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft, denn eigentlich darf sich Schettino nicht von seinem Wohnort entfernen.
Die Staatsanwaltschaft will klären, wo Schettino mit dem Motorboot hingefahren sei. Der Anfang Juli vom Hausarrest befreite Ex-Kapitän ist verpflichtet, sich in seinem Wohnort Meta di Sorrento südlich Neapels aufzuhalten. Er darf die Gemeinde nicht verlassen.
Gegen den Kapitän wird wegen der Havarie des Kreuzfahrtschiffes am 13. Jänner mit 32 Toten ermittelt.
Ex-Kapitän darf kleine Boote noch steuern
Schettino war von Fotografen auf dem Meer abgelichtet worden. Er soll das Motorboot auch gesteuert haben. Die Justizbehörden in Grosseto wollen jetzt feststellen, wo die Fotos aufgenommen worden sind. Der frühere Bürgermeister von Schettinos Heimatort Meta di Sorrento, Carlo Sassi, meinte, Schettino habe die Erlaubnis, kleine Boote zu steuern.
Wegen fahrlässiger Tötung drohen Schettino 15 Jahre Haft. Für Schiffbruch beträgt der Strafrahmen zehn Jahre Gefängnis. Dazu drohen Haftstrafen, weil die Passagiere an Bord, darunter 77 Österreicher, angeblich sich selbst überlassen wurden. Angeklagt sind auch drei Manager der Reederei Costa Concordia. 30 Leichen wurden geborgen, zwei weitere Menschen werden noch vermisst.
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Foto von Schettino auf Motorboot