Conchita Wurst von

Frau Wurst zeigt ihre Liebe

Im NEWS-Talk plaudern Conchita und ihr Gatte über ihr Eheleben

Conchita Wurst - Frau Wurst zeigt ihre Liebe © Bild: NEWS/Ricardo Herrgott

Solche Paare sind das Salz im biederen Beziehungseintopf der Society: "Große Chance"-Finalistin Conchita Wurst, 22, und ihr Ehemann Jacques Patriaque, 30. Sie begeistert und verwirrt mit ihrem Temperament und ungewöhnlichen Auftritten als Frau mit dunklem Vollbart die Massen und wird am 11. November im Finale der "Großen Chance" (ORF eins, 20.15 Uhr) die 100.000 Euro Gewinnerprämie abräumen und dabei acht Konkurrenten ausstechen. Er ist das französische Mastermind hinter der "Wurst" und betreibt im fünften Wiener Gemeindebezirk die "Salon-Kitty-Revue", wo der Burlesque-Stil als "Boylesque" aufgeführt wird - mit Conchita Wurst in der Hauptrolle. NEWS gewährte das kolumbianisch-französische Paar erstmals einen Einblick in sein Privatleben und bat zum Kaffee ins Wiener Domizil.

NEWS: Wann und wo haben Sie einander denn kennen gelernt? Und war es Liebe auf den ersten Blick?
Conchita Wurst: Also, ich erzähl, weil du erzählst immer so trocken, so sachlich französisch. Also es war damals in Paris, im Stadtteil Mamawie – hilf mir, Schatz, wie heißt das?
Jacques Patriaque: Montmartre! Ach …
Conchita: Na, es war jedenfalls in einer zwielichtigen Bar, und mein Mann hat dort getanzt. Das macht er am Wochenende. Er zog sich lecker aus, und ich hab mir sofort gedacht: Den will ich! Ich bin dann direkt auf ihn zugegangen, und er ist sofort angesprungen.

NEWS: War es Liebe auf den ersten Blick?
Jacques: Auf den zweiten, denn ich bin sofort umgefallen, als ich Conchita gesehen habe. Als ich dann wieder zu mir kam, war es um mich geschehen.

NEWS: Warum sind Sie nicht in Paris geblieben,
sondern nach Wien gekommen?
Conchita: Ich bin ja eine multikulturelle Person, war in Paris nur auf Besuch und habe damals in Berlin gelebt. Wir wollten an einem neuen Ort gemeinsam ein neues Leben beginnen.

"Wir haben in einer schmuddeligen Bar geheiratet. Es war dunkel und düster."

NEWS: Wie war der Heiratsantrag, und wo haben Sie geheiratet?
Conchita: Wir haben in einer schmuddeligen Bar geheiratet, so etwas lieben wir. Es war dort dunkel und düster. Der Antrag war spektakulär: Der Ring war in einem Champagnerglas, und ich habe ihn fast verschluckt.
Jacques: In Paris ist das Tradition, den Antrag so zu machen. Aber im kolumbianischen Hochland kennt man solche Anträge nicht.
Conchita: Als Jacques sich dann hin gekniet hat vor mir, hab ich mitbekommen, was los ist, und bin in Tränen ausge brochen. Wenig später war dann die Hochzeit. Ich habe in Creme geheiratet, denn ich war ja nicht mehr ganz jungfräulich, das muss ich zugeben.

NEWS: Wie lange sind Sie denn eigentlich schon verheiratet?
Conchita: Gefühlte 60 Jahre, aber in Wahrheit sind es vier Jahre.

NEWS: Kein Kinderwunsch?
Conchita: Ich fühle mich noch nicht reif genug, um Mutter zu sein. Meine innere Uhr tickt wirklich noch nicht.

NEWS: Herr Patriaque, wie lebt es sich mit einer so umschwärmten und starken Frau?
Jacques: Diese Frau ist wirklich ein Fulltimejob. Aber ich mache diesen Job verdammt gerne. Conchita fasziniert mich ganz einfach.

Meine Conchita gibt sich Mühe, auch eine gute Hausfrau zu sein."

NEWS: Ist Conchita eigentlich eine gute Hausfrau?
Jacques: Sie gibt sich große Mühe. Es ist ja auch nicht so einfach, hier mit mir auf einem Level zu bleiben. Denn ich habe ja eine Kochlehre gemacht. Aber ich genieße es, wenn mich meine Frau bekocht.
Conchita: Ich koche kolumbianisch, mit jeder Menge Chili und Pfeffer. Am nächsten Tag verflucht mich mein Mann dann oft, weil es so scharf war. Mir ist es besonders wichtig, ihn am Valentinstag zu bekochen, da mache ich leckere Tacos. Und ich bekomme dann immer eine kleine, funkelnde Kleinigkeit von Cartier!

NEWS: Wie verdienen Sie Ihr Geld in Wien – oder bestreitet Conchita das Haushaltseinkommen großteils allein?
Jacques: Ich habe an der Sorbonne in Paris studiert und mich danach dem Boylesque gewidmet. Das ist das Pendant zum Burlesque, einem erotisch-humorvollen Tanzstil, der der Unterhaltung dient. Mein Ziel ist es, mit meiner Kunst die Menschen zum Nachdenken zu bringen und aktuelle Themen aufzugreifen. Ich will etwas in den Köpfen verändern – aber stets mit einem Augenzwinkern.

NEWS: Wie steht es denn um das Thema Eifersucht? Conchita ist derart umschwärmt, wird man da nicht automatisch eifersüchtig?
Jacques: Nein, ich bin mir sicher, dass sie immer an meiner Seite stehen wird.
Conchita: Dafür bin ich irrsinnig eifersüchtig. Wenn mein Mann zu lange mit der Wurstthekenfachkraft schnackt, dann gehe ich direkt dazwischen und frage, ob wir weitergehen können, oder ob er eine Lehre hier machen will.
Jacques: Genau dieses Temperament liebe ich so an meiner Frau. Deswegen habe ich sie geheiratet.

NEWS: Wenn Ihrer Frau nun aufgrund ihrer Popularität Angebote aus dem Ausland ins Haus stehen würden, könnten Sie sich vorstellen, für Conchita hier in Wien alles aufzugeben und sie zu begleiten?
Jacques: Hier gibt es nur eines zu sagen, ein ganz klares: Ja! Wissen Sie, es ist zwischen uns ganz einfach eine ganz große Liebe.

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