Computex von

Klein, flach und mit 3D

Auf der Messe zeigt sich, wie sehr der Tablet-Trend den Notebook-Markt beeinflusst.

Seit Dienstag hat die Computex ihre Pforten geöffnet. Sie ist nicht nur die größte Computermesse in Asien, sondern nach der CeBit auch die zweitgrößte der Welt. 1.800 Aussteller zeigen noch bis zum 4. Juni an 5.300 Messeständen ihre Produkte. Der Veranstalter TAITRA rechnet mit 36.000 Besuchern aus aller Welt. Im Zentrum stehen in diesem Jahr vor allem Hybrid-Geräte wie etwa Notebook-Tablets oder Smartphone-Tablets.

Eines dieser Mischgeräte stammt aus dem Hause Asus und hört auf den Namen Padfone. Dieses stellt eine Kombination aus Smartphone und Tablet dar. Kombination deshalb, da man die beiden Funktionen nur abwechselnd benutzen kann. Im Alltag soll man das Padfone mit dem 4,3-Zoll großen Display als Telefon und zum Abrufen von E-Mails benutzen. Möchte man jedoch einen Film ansehen und benötigt hierfür einen größeren Bildschirm, kann man das Padfone in das Tablet-Gehäuse stecken, dessen Display 10,1-Zoll groß ist.

Dockt man das Smartphone an das Tablet an, wird der Displayinhalt auf die neue Monitorgröße skaliert. Im Tabletgehäuse verbirgt sich ein zusätzlicher Akku, der für eine längere Betriebszeit sorgt. Das Padfone läuft als Smartphone mit Android 2 und als Tablet mit Android 3. Anwendungen und Inhalte sollen zwischen den beiden Geräten synchronsiert werden können. Wann das Padfone erscheinen soll, ist noch nicht bekannt. Asus spricht lediglich von einem Erscheinungstermin in ein paar Monaten.

Ultraflache Notebooks
Neben der Verschmelzung von Tablet und Smartphone steht die Computex im Zeichen eines weiteren Hybridgeräts, den Ultrabooks, die sich als Liasion aus Tablets und Notebooks verstehen und dabei stark an Apples Macbook Air erinnern. Derartige Geräte will Intel künftig auf den Markt bringen. Die Ultrabooks sollen nicht dicker als zwei Zentimeter und mit Tablet-Features ausgestattet sein. Bei der ersten Generation der Geräte setzt Intel noch auf Sandy Bridge-Prozessoren. Die zweite Generation soll mit den 22 Nanometer-Prozessoren namens Ivy Bridge ausgestattet sein.

Die Ultrabooks sollen weniger als 1.000 US-Dollar kosten und ohne Abstriche bei der Leistung besonders stromsparend sein. Diesen Aspekt will Intel auch bei künftigen Prozessor-Modellen der Atom-Serie aufgreifen, die schrittweise von 32 Nanometer auf 14 Nanometer verkleinert werden und stromsparender sein sollen.

Ultrabook von Asus
Die ersten Geräte, die Intels Vision von Ultrabooks entsprechen, gehören der UX-Serie von Asusan. Die Notebooks mit dem Aluminium-Gehäuse sind an ihrer dicksten Stelle gerade einmal 17 Millimeter, an der dünnsten nur drei Millimeter dick. Die UX-Books werden wahlweise mit Intel Core i3, i5 oder i7 erhältlich sein und mit einer SSD ausgestattet sein. Die Displaygröße variiert zwischen 11,6- und 13,3-Zoll, das Gewicht zwischen 1,1 und 1,3 Kilogramm. Die ersten UX-Books mit Sandy Bridge sollen noch in diesem Jahr erhältlich sein.

Damit unterstützt Asus den Wunsch von Intel, dass Ultrabooks bis Ende 2012 bereits 40 Prozent der neuverkauften Computer ausmachen sollen.

3D-Tablet
Ebenfalls von Asus stammt das Tablet Eeepad Memo 3D, auf dem man, wie beim Nintendo 3DS, auch ohne entsprechende Brille 3D-Inhalte erleben kann. Das 3D-Tablet ist mit Android 3.0 und einem 7-Zoll-Display ausgestattet. Wer das Tablet nicht mit den Fingern bedienen möchte, kann zum mitgelieferten Stylus greifen. Auf der Rück- und der Vorderseite befinden sich eine 5- bzw. 1,2-Megapixel-Kamera. Das Eeepad Memo 3D soll bereits im Juni in den Handel kommen und 500 US-Dollar kosten.

Zu den weiteren Neuheiten aus dem Hause Asus gehört die Wave Xtion genannte Gestensteuerung für den PC, die mit zwei Kameras ausgestattet ist sowie externe Subwoofer von Bang & Olufsen für Asus N-Serie.

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Chip

Golem