Christian Klien droht ungemach: Formel-1-Star wegen Körperverletzung angezeigt

Vorarlberger soll in Disco Gast geschlagen haben Polizei Altach: "Ermittlungen sind noch am Laufen"<br>Klien: "Ich war an keiner Schlägerei beteiligt"

Gegen den Vorarlberger Formel 1-Piloten Christian Klien wurde Anzeige wegen Körperverletzung erstattet. Die Polizei in Altach (Bezirk Feldkirch) bestätigte am Montag gegenüber der APA einen entsprechenden Bericht von ORF Radio Vorarlberg. Laut dem im Raum stehenden Vorwurf soll Klien in der örtlichen Discothek einen Lokalgast geschlagen haben.

Der Mann gab bei der Polizei an, von Klien in der Nacht auf Samstag, 11. Februar, gegen 3.50 Uhr geschlagen worden zu sein. Anschließend sei er mit der Rettung in ein Spital gebracht worden, das er anderntags wieder habe verlassen können. "Die Ermittlungen sind noch am Laufen", sagte Ronald Ceboklie von der Polizeiinspektion Altach. Es werde noch nach Zeugen gesucht. Nach Abschluss der Erhebungen ergehe eine Anzeige an das Bezirksgericht Feldkirch.

Die "Vorarlberger Nachrichten" ("VN") haben bereits in der vergangenen Woche von einer Schlägerei in der besagten Discothek berichtet und sich dabei auf Aussagen des Disco-Besitzers bezogen. Demnach habe Klien das Lokal gemeinsam mit einer etwa zehnköpfigen Clique besucht. "Zwei Mädels aus seiner Begleitmannschaft haben eine Schlägerei angezettelt und einen Mann verhauen", wurde der Tanzlokal- Inhaber zitiert.

Außerdem beschwerte sich der Disco-Besitzer über eine unbezahlte Zeche in Höhe von 150 Euro, die aber mittlerweile beglichen worden sei. Klien sei auf Grund der Tumulte, die es bei seinen Besuchen öfters gegeben habe, ab sofort mit Hausverbot belegt. Gegenüber den "VN" hatte Vater Johannes Klien die Vorwürfe gegen seinen Sohn vehement zurück gewiesen.

Klien weist Vorwürfe vehement zurück
Klien hat die gegen ihn erhobenen Körperverletzungs-Vorwürfe entschieden zurückgewiesen und von Verleumdung gesprochen. "Ich war an keiner Schlägerei beteiligt. Folglich habe ich auch keinen Gast des Lokals verletzt", hielt Klien in einer "schriftlichen Klarstellung" an die Medien fest.

Weiters dementierte Klien, dass er in besagter Nacht die Zeche geprellt habe. "Von 'Zechprellerei' zu reden ist abwegig und beleidigend", erklärte der Formel 1-Rennfahrer. Er habe die Zahlung zunächst verweigert, um mit dem Geschäftsführer "eine Klärung" herbeizuführen. Anschließend habe er den Betrag von 150 Euro beglichen. Dass er den Betrag erhalten hat, wurde vom Lokalbesitzer inzwischen bestätigt. "Ich lade Freunde gerne ein. Aber Personen, die sich als meine Freunde ausgeben, ohne es zu sein, eben nicht. Das wird wohl jeder verstehen", so Klien. Ebenfalls könne keine Rede von einem Lokalverbot in besagter Discothek sein. Der Betreiber habe ihm gegenüber in einem Mail erklärt, dass kein solches gegen ihn bestehe.

(apa)