Chinesische Schlepperbande von

Sklaverei in Österreich

Asylwerberin musste 365 Tage im Jahr arbeiten. Verdächtige sind miteinander verwandt.

Chinesische Schlepperbande - Sklaverei in Österreich © Bild: thinkstock.de

Erst kürzlich wurde ein Fall von Sklaverei in Bosnien bekannt, jetzt auch hierzulande. Die am Dienstag von der Polizei ausgehobene chinesische Schlepperbande hat ihre Opfer in Österreich teilweise wie Sklaven gehalten. So musste eine illegal eingeschleuste Frau 365 Tage im Jahr als Putzfrau arbeiten. Wie die Polizei jetzt bekanntgab, stammen alle Tatverdächtigen aus der gleichen südchinesischen Provinz und sind miteinander verwandt, ebenso wie mit den Opfern. Die Identifizierung ist allerdings sehr kompliziert, einer der in Niederösterreich Verhafteten hatte etwa sechs Ausweise mit verschiedenen Identitäten.

Die Polizei ist dabei, eine ganze Reihe von Einschleusungen und Scheinadoptionen zu überprüfen. Hierbei gebe es "den begründeten Verdacht", dass Jugendliche adoptiert worden seien, um in Österreich als billige Arbeitskräfte eingesetzt zu werden. Die beiden in Niederösterreich verhafteten Verdächtigen wurden vor etwa acht Jahren selbst illegal nach Österreich gebracht. Um ihre dabei entstandenen Schulden abzuarbeiten, mussten sie fünf Jahre lang in einem Chinarestaurant in Kärnten arbeiten. Sie schufteten sechs Tage in der Woche rund 60 bis 70 Stunden und erhielten dafür lediglich geringe Geldbeträge.

Als die beiden ihre Schuld abgearbeitet hatten, übersiedelten sie nach Niederösterreich, um dort mit genau den gleichen Methoden ihr Geschäft aufzubauen. Bei der Schwerpunktaktion in Kärnten wurden laut Polizei mehrere Fälle bekannt, in denen chinesische Staatsbürger nach genau dem gleichen Muster nach Kärnten geschleppt wurden und dann ihre Schulden abarbeiten mussten.

Krasser Fall in Niederösterreich
Ein besonders krasser Fall wurde in Niederösterreich aufgedeckt. Dort wurde eine etwa 40 Jahre alte chinesische Asylwerberin von den beiden Verdächtigen, die dort ein Restaurant betrieben, als Putzfrau und Kindermädchen beschäftigt, und zwar ohne einen einzigen freien Tag im Jahr. Zusätzlich wurde die Frau auch noch an andere Personen für Putz- und Hilfsarbeiten "verliehen".

Personen in Schubhaft
Sowohl in Kärnten als auch in Niederösterreich wurden mehrere Personen in Schubhaft genommen, weil sie weder einen Aufenthaltstitel noch eine Beschäftigungsbewilligung vorweisen können. Weitere Fälle werden noch überprüft. So wurde in Kärnten ein ohne Bewilligung geführter Küchenbetrieb überprüft, wo 30 Bedienstete arbeiteten, die nur zum Teil legal in Österreich sind. Der Betrieb belieferte auch Lokale mit Essen, er wurde vom Gesundheitsamt geschlossen. Dazu wurden Bedienstete in beiden Bundesländern als Teilzeitkräfte angemeldet, mussten aber Vollzeit arbeiten.

Geld aus kriminellen Aktivitäten beschlagnahmt
Sowohl in Niederösterreich als auch in Kärnten wurden Bargeld und andere Vermögenswerte im Gesamtwert von rund 50.000 Euro beschlagnahmt. Das Geld dürfte mit den kriminellen Aktivitäten der Verdächtigen erwirtschaftet worden sein. Die Finanzpolizei machte ebenfalls reiche Beute, es wurden zahlreiche Unterlagen sichergestellt, Überprüfungen wegen Abgabenhinterziehung, Verstößen gegen das Sozialversicherungsgesetz, das Lohn- und Sozialdumpinggesetz und das Ausländerbeschäftigungsgesetz sind im Laufen.

Die weiteren Erhebungen werden, so die Polizei, noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Wenn die Causa vollständig aufgeklärt ist, soll die Öffentlichkeit umfassend informiert werden, bis dahin will man sich aus polizeitaktischen Gründen zurückhalten.

Kommentare

ich glaube ein bischen Arbeit schadet nicht. Ausserdem .. Arbeit befreit den Geist ;)

freud0815 melden

in wien fällts auf dass an jedem eck nun ein nudelstand steht und die cd und sonstigen ramsch verkäufer belagern einem schon heftig. ich fragte mich schon was da abgeht und wundere mich wie leicht es sein muss sich in at einzuschleusen(china ist net grad um die ecke)
mir tun die irgendwie leid-diese ganze schlepperszene gehört ausgehoben, den armen tröpfen die dann jahrelang tun müssen was die wollen mach ich da keinen vorwurf, jeder will im leben irgendwie weiterkommen und wie hart das leben dort sein muss will ich mir gar nicht vorstellen. ohne grund geht keiner weg von *zuhause*

DerKroate melden

Re: in wien fällts auf unmöglich mit das mit dem Ausheben, denn was die Chinesen alles anstellen, schau doch mal nach China!
Wenn die eigene Familie einen versklavt dann bist du dran.

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