Champions-League-Quali von

Bittere Bullen-Blamage

Mozartstädter scheiden gegen Düdelingen trotz 4:3-Sieg im Rückspiel aus

Champions-League-Quali - Bittere Bullen-Blamage © Bild: GEPA Pictures

Der Traum von Fußballmeister Salzburg, erstmals unter dem "Red Bull"-Banner in die Gruppenphase der Champions League einzuziehen, ist am Dienstag in einem Fiasko gegen F91 Düdelingen geendet. Nach dem blamablen 0:1 im Hinspiel kam die Truppe von Neo-Trainer Roger Schmidt im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde vor eigenem Publikum in einer verrückten Partie über einen knappen 4:3 (2:1)-Sieg nicht hinaus und muss sich damit für die laufende Saison aus dem internationalen Geschäft verabschieden. Düdelingen erreichte mit dem Gesamtscore von 4:4 dank der Auswärtstorregel sensationell die nächste Runde.

Zur Pause noch führte Salzburg vor den Augen von ÖFB-Teamchef Marcel Koller und Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz dank Treffern von Jakob Jantscher (28.) und Martin Hinteregger (37.) nach Rückstand (Steinmetz/26.) mit 2:1, geriet nach 57 Minuten aber neuerlich mit 2:3 ins Hintertreffen. Ein Foulelfmeter von Cristiano (81.) und ein Tor von Gonzalo Zarate (82.) zum 4:3 ließ die Bullen noch einmal kurz hoffen - vergeblich.

Blamage perfekt
Eine der größten Blamagen des österreichischen Fußballs war damit perfekt. Ausgerechnet der mit Halbprofis bestückte luxemburgische Meister, der bisher nie über die zweite Qualifikationsrunde eines europäischen Bewerbs hinausgekommen war, wurde Österreichs Ligakrösus zum Verhängnis. Bitter auch für die österreichischen Ambitionen, in der UEFA-Fünfjahreswertung den fünften Startplatz ab der kommenden Saison zu verteidigen. Noch ist freilich das Trio Rapid, Ried, Admira in der Europa League vertreten.

Maierhofer als Solo-Spitze
Im Vergleich zum Hinspiel nahm Schmidt mehrere Veränderungen vor, seine Elf glich jener vom 2:0-Sieg bei Sturm Graz . Als Solospitze durfte allerdings wieder Stefan Maierhofer ran, weil sich der Doppeltorschütze gegen Sturm, Jonathan Soriano, im Hinspiel mit einer Schwalbe Gelb-Rot eingehandelt hatte. Neo-Bulle Stefan Ilsanker rückte für Franz Schiemer (Kopfblessur) aus dem defensiven Mittelfeld in die Innenverteidigung. Seinen Platz nahm Christoph Leitgeb ein.

Elfer-Foul sorgte für Aufregung
Das Konzept der Salzburger, die freilich nicht nur gegen Außenseiter mit viel Pressing und offensiver Ausrichtung spielen wollen, war von Beginn an klar ersichtlich, aber kaum von sehenswerten Angriffen gekrönt. So kamen die geforderten steilen Pässe in die Spitze nur selten, auch Flanken auf Maierhofer waren die Ausnahme. Einzig ein elferwürdiges Foul von Düdelingen-Goalie Joubert an Maierhofer sorgte zu Beginn für Aufregung.

Vielmehr nützten die Gäste die sich bietendenden Räume für mehrere gefährliche Konter und gingen in der 26. Minute durch Steinmetz sogar in Front - Mendes hatte mit einem schweren Abspielfehler völlig unbedrängt an der Mittellinie großen Anteil am Fehlstart.

Die perfekte Antwort
Salzburg fand dank Fortuna freilich die perfekte Antwort: Zwei Minuten später brachte Mendes mit Hilfe eines Luxemburger Verteidigers den Ball am Sechzehner zu Jantscher, der trocken zum Ausgleich ins lange Eck einschoss. Und wieder neun Minuten darauf war Hinteregger zur Stelle: Ein Jantscher-Eckball fiel ihm auf den angelegten Arm und in der Folge ins Tor der Gegner, die vergeblich auf Handspiel reklamierten.

Kurz vor der Pause offenbarte dann Maierhofer technische Schwächen, verstolperte nach einer guten Aktion Jouberts gegen Jantscher den Ball nur wenige Meter vor dem Tor kläglich. Für ihn kam zur Pause Cristiano, und der erlebte den nächsten Schock gleich hautnah: Wieder leisteten sich die Salzburger einen Fehler im Mittelfeld, Joachim ließ auf der rechten Seite drei Gegenspieler gekonnt aussteigen und machte das 2:2 (48.).

Der Anfang vom Ende
Der Anfang vom Ende für die Salzburger, die sich neun Minuten später wieder eine halbherzige Abwehraktion leisteten und durch einen neuerlichen Steinmetz-Treffer endgültig k.o. gingen: Der Doppeltorschütze ließ erst Mendes stehen und setzte mit einem nicht besonders scharfen, aber präzisen Flachschuss Salzburgs Goalie Alexander Walke schachmatt.

Drei Tore benötigte Salzburg zu diesem Zeitpunkt, um den Aufstieg doch noch zu schaffen. Lange Zeit schienen die apathisch wirkenden Gastgeber aber nicht in der Lage, das Spiel noch zu drehen - auch nachdem Benzouien in der 74. Minute mit Gelb-Rot vom Platz musste.

Drama unabwendbar
Dank eines Foulelfmeters von Cristiano (81.) und eines Tors von Gonzalo Zarate (82.) zum 4:3 schöpfte man in der Schlussphase noch einmal kurz Hoffnung. Auch fünf Minuten Nachspielzeit und ein Sturmlauf konnten am Salzburger Drama aber nichts mehr ändern.

Rückspiel: Red Bull Salzburg - F91 Düdelingen (LUX)
Endstand 4:3 (2:1). Stadion Wals-Siezenheim, SR Pavle Radovanovic/MNE.
Hinspiel 0:1 - Düdelingen mit Gesamtscore von 4:4 dank Auswärtstorregel weiter.

Torfolge:
0:1 (26.) Steinmetz
1:1 (28.) Jantscher
2:1 (37.) Hinteregger
2:2 (48.) Joachim
2:3 (57.) Steinmetz
3:3 (81.) Cristiano (Foulelfer)
4:3 (82.) Zarate

Salzburg: Walke - Schwegler (74. Klein), Ilsanker, Hinteregger, Ulmer - Mendes, Leitgeb (59. Zarate) - Teigl, Hierländer, Jantscher -
Maierhofer (46. Cristiano)

Düdelingen: Joubert - Prempeh, Caillet, Tournut, Melisse - Payal (89. Zeghdane), Legros - Benzouien, Steinmetz (80. Steinmetz), Da Mota
(87. Betorangal) - Joachim

Gelb-Rot: Benzouien (74.)

Gelbe Karten: Jantscher, Schwegler bzw. keine

Kommentare

Der dümmste Österreicher Wer ist der "dümmste" Österreicher? Zweifelsohne ist das zumindest subjektiv für mich Dietrich Mateschitz (bitte aber gleichzeitig um Entschuldigung). Wenn jemand soviel Geld hat, dass er es offensichtlich zum Fenster hinauswerfen kann, dann stimmt die obige Aussage nicht. Nur in diesen Sauhaufen Millionen zu investieren, die dazu führen, dass satte Stars das "Leben eines Polizisten kaufen können" (ich weiß das war der dumme Jugo Anranutovic und der ist nicht bei Salzburg, aber die verdienen sicher nicht viel weniger) ohne auch nur die geringste Leistung bringen zu müssen, dann kann im Denken des Mäzen etwas nicht stimmen. Spätestens nach diesem Skandal müsste er sagen, dass er seine Verträge bei den Salzburgern noch erfüllen und dann aussteigen wird. Vielleicht macht ihnen dann das Füße!

Operette Gegen den FC Didldumdei in ZWEI Spielen auszuscheiden ist wirklich ein starkes Stück. 1x kann sowas ja unter Umständen passieren, wenn man einen rabenschwarzen Tag erwischt, aber dann auch noch im Heimspiel so auszuscheiden - grauslich. Wenn die anderen österr. Vertreter auch so patzen, dann sind wir endgültig eine Operettenliga.

Was man nicht kann, soll man lassen! Warum probieren es diese Leute nicht einmal mit einem anderen Sport: z.B. Eisstockschießen, Hufeisenwerfen, Kegelscheiben, Feuerschlucken, Tiefspringen etc.
Außerdem fehlen in der Wirtschaft ohnehin Facharbeiter: Vielleicht sind einige dabei, die Tischler, Schlosser, Bäcker, Kellner oder Informatiker gelernt haben und damit der Gesellschaft nützlicher werden könnten, als mit kindischem Ballspielen, dass sie Profi-Fußball nennen, obwohl sie diesen nicht beherrschen.

Eine Fussballschande für Ösgterreich Dieser Herr Marteschitz ist mit seinen "Bullen" eine Schande für Österreich. So kommt unser
Fussball nicht weiter, wenn auch in Zunkunft nur die MIllionen eines "Dosen-MIllionärs" das
richtige sein soll und nicht die Freude der Spieler für den Fussball und für den Verein, für den sie
spielen. Bei Salzburg regiert nur das Geld und das ist nie gut.
Wie armselig war Sturm gegen einen solchen Verein zu verlieren.

coach-m15 melden

DOSE LEER Gratulation an F91 Düdelingen. Sie waren in 2 Spielen einfach besser als unser Doublegewinner ;-) das war deutsche Gründlichkeit...Dose leer - Kommerz kann international, mit drittklasigen Legionären nichts erreichen. Mein Tipp: alle Legionäre verkaufen, soferne diese überhaupt wer haben möchte ..lol..und nur mehr mit jungen Österreichern spielen, dann werden Sie möglicherweise gegen Wolfsberg mithalten können...hahahaha

broso melden

Re: DOSE LEER super mayerhofer!!!!!!!!!!

broso melden

Re: DOSE LEER Hoffentlich stimmt das und mateschitz war im Stadion , dann nimmt er hoffentlich den arroganten Maierhofer ins Formel 1 Team zum Schuhe putzen der Mechaniker damit er wieder ein bisserl normaql wird!!!!

lancelotaw melden

Re: DOSE LEER ich werd mir auch mal die AUFSTELLUNG anschauen!!!!!!

Walke - Schwegler (74./Klein), Ilsanker, Hinteregger, Ulmer
- Mendes, Leitgeb (59./Zarate) - Teigl, Hierländer, Jantscher - Maierhofer (46./Cristiano)

Da sind nur 2 Legionäre!!!!!!!!!!! (2 wurden dann noch eingewechselt!)

Seite 1 von 1  
Weltfußball