Causa Grasser von

Neue dubiose Zahlungsflüsse

FORMAT: Kleinbank überwies 800.000 Euro auf Grassers Meinl-Konto - wofür?

Causa Grasser - Neue dubiose Zahlungsflüsse © Bild: Reuters/Niesner

Die dubiosen Zahlungsflüsse rund um Ex-Finanzminister Grasser sind um eine Facette reicher: Von 2005 bis 2010 flossen laut "Format" über 800.000 Euro von der Raiffeisen Bezirksbank Klagenfurt (RBB) auf Grassers Meinl-Konto. Die Justiz vermutet laut Bericht, dass die Zahlungen aus Provisionen des Verkaufs der Bundeswohnungen (Buwog) stammen, die derzeit von der Staatsanwaltschaft untersucht wird.

Die ersten Zahlungen an Grasser fanden in seiner Zeit als Finanzminister statt, und die letzte erfolgte nur wenige Monate bevor ein Spezialkommando der Nationalbank (OeNB) in der RBB einmarschierte. Der Vorgang war dem Bericht zufolge immer derselbe: Ein Mitglied der Familie Grasser kam in der RBB-Filiale vorbei, füllte einen Zahlschein aus und schickte als "Kassa-Einzahlung" 50.000 Euro, 100.000 Euro oder 500.000 Euro an Grassers Meinl-Bank-Konto. Zumindest 120.000 Euro sind vor dem 1. August 2008 geflossen. Das wirft nun die finanzrechtliche Frage auf, ob Schenkungssteuer abgeführt wurde. Transferiert wurde oft ohne Angabe eines Verwendungszwecks. Auf Geldwäsche-Alarm an das Innenministerium, wie es bei sogenannten PEPs ("Politically Exposed Person") üblich ist, verzichtete die RBB.

Grasser-Anwalt: "Hirngespinste"
Grasser-Anwalt Ainedter hat sämtliche Vorwürfe gegen seinen Mandanten über auffällig hohe Zahlungen über die RBB zurück gewiesen. Er sprach von "Hirngespinsten" und "und Bemühungen des "Format", Grasser "irgendetwas umzuhängen". Da Zahlungsströme waren ganz normale Überweisungen durch die Familie Grasser gewesen, die seit Jahrzehnten das Institut als Hausbank nutzt. Steuerlich ist hier alles korrekt verlaufen, betonte Ainedter.

Weiterführender Link:
Story auf FORMAT.at

Kommentare

Wahrscheinlich wollte wieder einmal von seiner Verwandtschaft > vom Wahlonkel bis zum Leihopa seine Geldveranlagungsfähigkeit testen.......Der Anwalt (Ainedter) der ehrenwerten Gesellschft muss man zugeben, hat wirklich viel Phantasie.......

Dauergrinser Entweder ist er der größte Märtyrer der Nachkriegszeit oder der frechste und dreisteste Gauner. Na ja, wir werden ja sehen. Ich habe zu dem Herrn meine eigene Meinung. Die Behörden strengen sich ja mächtig an. Übrigens Geldwäsche-Anzeige: Den Banker hätte ich sehen wollen, der einen amtierenden Finanzminister wegen Geldwäsche anzeigt. Aber die oben geschilderten Transaktionen erinnern mich an etwas aus meiner Aktivzeit. Ich glaube, ich habe so etwas als Finanzbeamter schon erlebt.
Und für die immer noch "Blauäugigen": Nicht jeder, der nicht verurteilt wird, ist unschuldig. Es heißt ja: In dubio pro reo! Manchmal muss man sagen, leider!

alles super sauber Natürlich war alle super sauber und super transparent. Warum die Bank nichts wegen Geldwäsche unternommen hat? Da kann doch der Herr Grasl (Räuberhauptmann) nichts dafür.

Grasser\'sche Geldüberweisungen Alles in bester Ordnung - wie immer. Und die Erde ist eine Scheibe.

Seite 1 von 1  
Wirtschaft