Bush wehrt sich gegen Vorwürfe:
"Wer sagt, wir foltern, sagt etwas Falsches"

Präsident: "Kein Amerikaner darf irgendwo foltern"

US-Präsident George W. Bush hat sich erneut eindeutig gegen jede Folter in amerikanischem Namen ausgesprochen. "Kein Amerikaner darf irgendwo auf der Welt foltern", sagte Bush auf eine entsprechende Frage auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Washington. "Wer sagt, wir foltern, sagt etwas Falsches", betonte er.

Die US-Regierung hatte Foltervorwürfen widersprochen und den Zwischenbericht des Europarats zu diesem Thema zurückgewiesen. Die USA schickten keine Gefangenen in andere Länder ohne Zusicherung der zuständigen Regierungen, dass die Gefangenen nicht gefoltert würden, hatte es geheißen. Der Schweizer Europarats-Sonderermittler Dick Marty hat den USA vorgeworfen, sie ließen Gefangene systematisch im Ausland foltern. Es sei sehr unwahrscheinlich, dass europäische Regierungen oder zumindest deren Geheimdienste von den "Überführungen" von CIA-Häftlingen nichts gewusst hätten. Der Europarat hatte seine Mitglieder im November aufgefordert, innerhalb von drei Monaten Angaben über etwaige CIA-Aktivitäten auf ihrem Territorium zu machen. (apa/red)